Arbeitsplatz verlegt

Huhn „Amsel“ war in der Anfangszeit reichlich nervig: unbelehrbar, mit einem Hang zur Selbstüberschätzung und außerdem dauernd am jammern, wenn eine ihrer Ideen mal wieder nicht funktioniert hatte (wie z.B., sich zu Betty und Alice ins Nest zu quetschen).

Wie sich inzwischen herausstellte, ist sie hier das einzige Huhn mit vorbildlicher Arbeitsmoral.

Milben, Mauser, Sauwetter, alles egal, Amselchen legt jeden zweiten Tag ihr Ei und bewahrte uns so vor zugekauften Eiern, während die restlichen Mädels ihre Unpäßlichkeiten auskurierten (inzwischen fangen die Sachsenhühnchen – offiziell getauft auf Tick, Trick und Track- an zu legen, und ein Ei habe ich gefunden, was nach der beigelegten Feder evtl. Wölkchen zuzuordnen ist).

Allerdings hat sie sich ihren Arbeitsplatz selber ausgesucht – sie quetscht sich unter dem Türchen durch, dackelt quer über die Wiese, kreist noch dreimal durch die Himbeeren, um potentielle Verfolger zu verwirren und verschwindet dann, leise vor sich hin quasselnd, im Kratzbeeren-Unkraut-Dschungel. Der eigentlich in absehbarer Zeit beseitigt werden soll.

Das wird wieder Gemecker geben.

huhn.jpg

Amsel

2 Kommentare zu “Arbeitsplatz verlegt

  1. Repekt, die Dame ist ja wirklich gut getarnt!
    Wieder mal einfach toll geschildert, man sieht Amselchen so richtig vor sich, wenn sie diese geheiminsvolle Wanderung bis zum Legeplatz ihres Vertrauens antritt. 😉
    Schade, dass es davon wahrscheinlich kein Filmchen geben kann….

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