Unsere neue Küchenhilfe

Küchenhilfe ist eigentlich untertrieben – wir haben einen eigenen Koch 🙂 .

In den Tiefen des www bin ich über den Crockpot gestolpert und nach kurzem Abwägen wurde beschlossen, daß das ein feines Helferlein wäre.

Zwar haben wir hier im Winterhalbjahr meistens eine warme Herdplatte und einen wohlgeheizten Backofen auf standby, aber für die Fälle, wenn man einen halben Tag unterwegs war und hungrig in eine kalte Bude kommt oder der Herd so heiß ist, daß man keine dicke Suppe unbeobachtet darauf stehen lassen kann, ist der Crocky eine feine Sache.

Die Kochbücher von Gabi Frankemölle wurden schon getestet und für gut befunden (bißchen ärgerlich ist, daß einige Suppenrezepte in beiden Büchern vorkommen), und nachdem sich herausstellte, daß man mit dem Crockpot tatsächlich eine nicht-staubige Putenbrust hinkriegt (ich bin bei Geflügel ohne Haut immer skeptisch) war unsere Notfall-Joker-Menüplanung geboren.

Also quasi langsamer Fastfood, klappt wunderbar, solange einem spätestens 4 Stunden vorher einfällt, daß man keine Zeit oder keine Lust für eine größere Kochorgie hat.

Die ersten Varianten zeichnen sich noch durch „all you can find“-Zusammenstellungen aus, weil ungeplant entstanden.

Putenbrust Version 1, total simpel

1 Putenbrust am Stück mit 1 Dose Tomatenmatsch mediterrane Kräuter in den Crockpot schmeißen. Wenn man mehr als 4 Stunden Zeit hat, geht es ohne Anbraten, ansonsten vorher kurz in die Pfanne schmeißen (bzw., mein Crockpot hat netterweise ein kochplattentaugliches Innenleben, kann ich nur empfehlen).

Die Putenbrust schmeckt wunderbar kräuterig, Naturreis aus dem Kochbeutel dazu, Abend gerettet. Und außerdem ein preiswertes Vergnügen.

Wer weniger gefräßig ist und beim Anblick von 1 kg totem Vogel Panik bekommt, kann sich den Spaß machen und die Preise von Truthahn/Hähnchenaufschnitt nachschauen. Selbst gegart kostet der Vogel nur halb soviel, ist saftiger, zumindest in der Zubereitung chemiefrei und die Reste können entweder warm, als Bratenaufschnitt oder geschnippelt im Salat verwendet werden.

Gestern wurde der Puterich dann international:

Tomatenmatsch, diesmal ohne Kräuter, 1 schlanke Dose Kidneybohnen (hätten ruhig 2 sein können), 1 Glas wiedergefundene indische Fertigcurrysoße und 1 gelbe Paprika fürs Auge, und 1 Klecks Kokosmilch zum sattwerden ergab: Vogel in extrem leckerer Soße, die Paprika war wunderbar süß und weich, ohne matschig zu werden.

Also, wenn jemand noch was für seine Weihnachtswunschliste sucht – den Crockpot kann ich wärmstens empfehlen.

6 Kommentare zu “Unsere neue Küchenhilfe

  1. Ich war ja immer skeptisch diesen Dingern gegenüber, aber so wie Du es schilderst wäre es glatt mal eine Investition wert. Ich setze es mal auf meine „Elektroartikel-Wunschliste“ beim Vermieter meiner Eltern 🙂 Hört sich nämlich superlecker an.

    • Also, Leute, die beim kochen auch immer zelebrieren und rühren und abschmecken wollen, für die ist das natürlich nix. Man soll sogar die Finger vom Deckel lassen, wenn er am werkeln ist.
      Aber als gesunde Alternative zu Imbiß oder Lieferdienst ist es genial.
      Profis hängen eine Zeitschaltuhr dazwischen (wer das vorhat, darf NICHT die Modelle mit Digitalsteuerung nehmen, da klappt das nicht), und wenn man abends heimkommt, ist das Futter fertig.

    • Grins – die Haushaltshilfenvermittlung hieß in diesem Falle Ebay… allerdings: schnipseln und vorbereiten muß man/frau noch selbst, aber er kocht unbeaufsichtigt brav vor sich hin.

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