Gefiederte Bauüberwachung

In Sachen Hallenabriß schwanken die Vögelchen zwischen Panik und Begeisterung.
Erst kam ein Trupp Außerirdischer und baute das Dach ab, das ging relativ leise und Sherlock war nur leicht verwirrt vom Jaulen des beteiligten Kranes.
Als dann ein Bagger anrückte und die Dachbalken abzupfte, war hier sämtliches Geflügel von der Rolle – der Hahn interpretierte das Kreischen des Gebälks als Raubvogelschrei und warnte entsprechend, New Jersey sträubte die Schwanzfedern wie ein Staubwedel und Sherlock beschloß, einem Ding mit SO großem Fuß sei nicht zu trauen, sie bleiben lieber in ihrer Voliere.
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Abends sah die Sache wieder völlig anders aus, nachdem sie sich endlich höchst mutig ans Fenster gewagt hatten, saßen beide Vögelchen andächtig da und schauten wie gebannt raus. Anscheinend waren sie hypnotisiert von der blinkenden Absperrung. Als dann paar Tage später der Radlader höchst vorbildlich mit einem Blinklicht auf dem Dach rumflitzte, war es aber auch wieder nicht richtig – das Licht reflektierte in den Küchenschränken und Sherlock befürchtete eine Glühwürmchenattacke – damit alle Beteiligten ihren Mittagsschlaf halten konnten, mußte ich das böse Glühwürmchen per Vorhang aussperren.
Mal sehen, was uns als nächstes geboten wird – inzwischen ist die Halle komplett weg und heute wurde versucht, ein Kran aufzustellen. Erinnerte aber eher an rhytmische Sportgymnastik, ob am Ende die Jungs oder der Kran gewonnen hat, sehen wir erst morgen, wenn die Sonne wieder an ist.
Zumindest wirds nicht langweilig.
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2 Kommentare zu “Gefiederte Bauüberwachung

  1. Oh das ging jetzt aber wirklich mal fix 🙂 Bin ja gespannt was da hinkommt.
    Du bist doch vom Fach: Sag mal gibts Ende vom Jahr nochmal irgendwo Geld für Brücken und Bundesstaßen???? Es ist schon erstaunlich wie viele neue Brücken gebaut und wie viele auf 100 km saniert werden gleichzeitig 😦 (Das die ja leider gezwungen sind ihr Budget zu verbraten ist ne grundlegende Baustelle)

  2. Ist eine ganz einfache Sache – im Sommer darf es nicht zuviele Baustellen geben, weil dann die armen Urlauber im Stau stehen könnten – so jedenfalls wurde es mir von dem Einkäufer einer der größten deutschen Straßenbaufirmen erklärt. Dafür hatte er im Oktober Ausschreibungen auf dem Tisch, mit denen er seine Niederlassung 3 Jahre beschäftigen könnte…
    Und im Frühjahr wundern sich wieder alle, warum die Baustelle a) den halben Winter brach lag, und b) man die Hälfte nochmal machen muss.
    Kleines Anekdötchen am Rande: Bei einer Straßenbaustelle in meiner Ecke war letzten Winter extra eine Zeit festgelegt, in der nicht gearbeitet werden durfte, weil ja Winter ist. Also vor dem Winter für teures Geld die Baustelle abgeräumt, Wochen mit wunderbarem, trockenen Wetter vertrödelt, dann im Februar die Baustelle wieder aufgebaut und bei – 20° und Schnee die Arbeiten eingestellt…. hätten sie durcharbeiten dürfen, wären sie fertig gewesen!

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