Die böse Ente

Seit Freitag hatte ich eine besonders innige Verbindung zum Klo – Aszendent Topfpflanze, oder so ähnlich.
Da die freiverkäuflichen Mittelchen nicht anschlugen, bin ich am Montag mal beim Arzt vorbeigepilgert (natürlich hat die Hausärztin exakt dann Urlaub, wenn ich mir einen Virus eingefangen habe). Bessere Mittelchen hatte der auch nicht im Angebot, aber einen Zettel mit Verhaltensanweisungen.
Und was stand da drüber?
GastroENTEritis.
DIE Ente braucht echt keiner!
Das läuft ja immer in typischen Phasen ab.
Regel Nr.1: Start mitten in der Nacht oder sonntags, und die brauchbare Ernährung oder passende Mittelchen aus der Medizinschublade sind entweder aufgebraucht oder jenseits des Verfallsdatums.
In Phase 2 wird dann mühsam rumoptimiert – Cola z.B. ist mir nix, aber obwohl ich seit Jahren Leitungswasser trinke, hatte ich davon plötzlich noch mehr Durst, also Eistee.
Aber bitte der von Lipton aus der Dose mit Bubbels, wie früher am See.
Früher war der mit Zitronengeschmack, jetzt mit chemischem Pfirsich, aber damit konnte ich leben.
Der herzallerliebste Schatz schleppte also liebevoll Eistee, Milchreis, Bananen und TUC an (TUC ist toll), außerdem kämpfte er sich tapfer (und unaufgefordert!) durch die Auswahl der Frauen-Unterhaltungsliteratur, damit ich bei meinen Topfpflanzenphasen wenigstens Abwechslung hatte.
In Phase 3 sind die Vorräte an merkwürdigem Nahrungsersatz aufgefüllt, und die Seuche verschwindet so plötzlich, wie sie gekommen ist.
Man hat einen Schweinehunger, pfeift auf den ärztlichen Rat von wegen „langsamer Kostaufbau“, und hat natürlich nix Vernünftiges im Haus, weil der Puterich, der fürs Wochenende geplant war, längst an den herzallerliebsten Schatz verfüttert wurde, damit das Tierchen nicht schlecht wird.
Also Menü „all you can find“.
Eine Dose Thunfisch, Tomatenmatsch, Zwiebel & Knoblauch, griechische Kiridingsbumsnudeln in Kombination mit einer Ufo-Zuccini aus dem Garten (die einzige Nutzpflanze, die dieses Jahr bei mir glücklich und zufrieden ist), geben ein opulentes Mahl.
Wie sich herausstellte, hatte ich mich bißchen überschätzt.
Nachdem die Füllung gekocht war und die Zuccini ausgehölt, nahm die Sache beachtliche Dimensionen an.
Vorsichtshalber wurde nur der Rest Füllung verputzt, der nicht in die Zuccini gepaßt hatte, mit dem gefüllten Ufo werde ich mich heute Mittag amüsieren.
Und mit in Zukunft wieder nach Besuchen der Außenwelt die Pfoten waschen und desinfizieren.
Hatten wir vor Jahren schonmal eingeführt, aber wenn lange nix passiert, wird man natürlich wieder schlampig.

6 Kommentare zu “Die böse Ente

    • Oh, zwischenzeitlich war mein Humor SEHR begrenzt 😉 – mir ist es ein Rätsel, wie manche Leute freiwillig fasten und sich da irgendein Hochgefühl einstellt.
      Für mich ist das offensichtlich nix.

  1. In meiner Gemeinschaftspraxis ist jetzt eine neue Dame dazu eingezogen. Die ist zwar schon ab 7 Uhr ansprechbar, verschreibt aber immer eine ganze Liste mit Präparaten. ich frag mich echt, ob die ein Abkommen mit den Freunden in der Pharmaindustrie hat 😦 Und immer gleich mit der Antibiotika-Keule… *kopfschüttel*
    Und ja: TUC ist toll!! Und Milka Schokolade mit TUC drin ist auch toll 🙂
    Ich hoff Du bist so weit wieder hergestellt 🙂

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