Weiberthemen

Nachdem Topsi auf einem Stoppelacker quasi aus dem Stand eine Maus erlegt und verfrühstückt hatte, kam ich auf die bahnbrechende Idee, die beiden Hundetiere auf der Hühnerwiese zur Mäusejagd einzusetzen. Durch Unmengen von eingestürzten und ausgespülten Mäusegängen ist die Hühnerwiese holperiger als ein Acker und gefährlich für Fußgelenke und Rasenmäherrädchen.
Sie müssen die Viecher ja nicht einmal fangen – nerven und zum Umzug bewegen reicht mir schon.
Als beide Hunde hinreichend rückstandsfrei unterwegs waren, machten wir auf dem Rückweg einen Abstecher zur Hühnerwiese.
Der Hahn war logischerweise kurz vorm Herzkasper, die Hunde an der Leine und schnüffelten interessiert herum.
Sah schonmal gut aus.
Paula hatte anscheinend den ersten Hauptgewinn, die Nase klang fast wie ein Staubsauger und sie bohrte sich immer weiter ins Gras.
Jetzt müßten langsam die Ausgrabungsarbeiten starten…
Denkste.
Was die beiden da hingebungsvoll beschnüffelten und dann so sorgfältig aus dem Gras pulten, als wenn ich eine Lindt-Kugel auspacke, war schlicht und einfach – Hühnerscheiße.
Hunde können ja sooo eklig sein!
Nach Kreislaufwirtschaftsgesetz wäre es zwar eine gute und kostengünstige Idee, die Hunde einfach die Wiese säubern zu lassen, aber ich war mir nicht sicher, wie bekömmlich das ab gewissen Mengen ist, daher wurde das Programm abgebrochen.
Zwecks Mäusereduzierung habe ich jetzt mit der Tradition aufgehört, den Hühnern die Körnchen zum selbersuchen auszustreuen, ich vermute, da hat sich in den Wintermonaten eine all-you-can-eat-Kultur unter den Mäusen entwickelt. Jetzt gibt´s die Körner stinklangweilig aus dem Trog.
Heute war ich mit Paula alleine unterwegs, Topsi ist unpäßlich und wurde inzwischen hier im Flur einquartiert, weil er seine Defekte irgendwie immer mit dem Beginn einer mehrtägigen Herrchenabwesenheit synchronisiert.
Jedenfalls, Paula schnüffelt interessiert herum, ich war bißchen in Gedanken woanders,bis mir eine respektable Maus über die Füße flitzte.
Die hatte schon das Format einer Zwiebelmettwurst.
Paula schaute ihr nicht mal hinterher, sondern buddelte entschlossen weiter.
Sie ist schließlich ein Mädel.
Sie will nicht die Maus fangen, sondern wissen, wie deren Wohnung eingerichtet ist.

7 Kommentare zu “Weiberthemen

  1. Iggitt! Meine Labradordame, hatte als Jüngling auch gerne Hühnerscheiße gefressen. Und daneben auch gerne Zigarettenstummeln. Und danach wollte sie uns immer liegehaft küssen. Nein danke!!!! Was Hunde von Vogel und Katzen dreck lieben kann ich gar nicht verstehen.

  2. „Liebevoll“. Tut mir Leid, mein Keyboard ist auf Englisch geschlossen, und versteht mein Deutsch partout nicht. Manchmal kommen da richtige Brocken raus. Und da ich seid 30 Jahren nur in Englisch sprechenden Ländern wohne geht’s öfters auch so daneben.

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