Outboxing

Da hatte ich letztens noch den Kopf geschüttelt, als mir das Thema „Outboxing“ begegnete (für Leser, die wie ich kein Smartphone haben: diese Dinger sind offensichtlich so aufregend, daß man es filmen muß, wenn man sein neues Spielzeug auspackt und andere Leute finden das dermaßen spannend, daß sie sich das Filmchen im Internet anschauen), jetzt haben wir es hier live:

Der herzallerliebste Schatz und ich sind letztens dem Homeshopping erlegen. Schuld war irgendwas nerviges im Fernsehen, beim Umschalten tauchten dann mega-mörder-beschichtete Pfannen auf und irgendwie wurde ein Beutegreiferreflex aktiviert. Zu meinem endgültigen Verderben war am anderen Ende der Leitung ein Herr aus Thüringen, und wenn mich jemand auf Ostdeutsch anquatscht, habe ich automatisch gute Laune – und in diesem Fall noch ein paar zusätzliche Töpfe.

Das war zwar nicht geplant, aber auch nicht so unvernünftig, wie es sich anhört – als meine erste Generation Antihaft-Töpfchen letztes Jahr wegen akuter Bröselitis ausgemustert wurde, gab es ein Billig-Topfset als Ersatz. Problem bei der Kombination Billig+Antihaft+Vögel: es kann sein, daß da vögelchenschädliche Dämpfe entstehen, wenn die Töpfe zu heiß werden. Und bei einem Holzherd ist die „heißer als die Norm“-Grenze regelmäßig überschritten. Ich vermute zwar, daß diese Warnhinweise für die erste Generation Beschichtungen gilt und inzwischen nur noch vorsichtshalber draufsteht, aber man will auch nicht schuld sein, wenn der Geier von der Stange kippt. Folglich war es für uns sehr beruhigend zu lesen, daß die Beschichtung Temperaturen jenseits der 300 Grad verkraftet.

Heute saß Herr Sittich wohlgelaunt auf seinem Aussichtsast und beobachtete fasziniert, wie ich mit Folien raschelte, Töpfe ausbuddelte und diverse Griffe und Stiele anschraubte. Bei nachlassender Arbeitsgeschwindigkeit wurde aufmunternd gequiekst. Und weil als Kettenreaktion auch noch diverse Schrankfächer neu geordnet und ausgemistet werden mußten, profitieren jetzt auch noch die Hühner, die übersehene und nicht mehr richtig verschlossene Erbsen, Reis und Nudelreste erben.

Aus Geflügelsicht hat sich die Anschaffung schonmal gelohnt – für mich kommt die Stunde der Wahrheit, wenn ich einen Fisch darin fluchfrei gewendet habe.

4 Kommentare zu “Outboxing

    • Keine Sorge, in sechs Jahren lachst Du über die Anfangsschwierigkeiten, das ging jedem so 🙂 . Später kommen die Schwierigkeiten dann durch bockige Technik, gekidnappte Blogbeiträge (siehe Frau Flohmobil) oder bösen Kommentatoren (hatten wir hier zum Glück noch nicht). Es wird jedenfalls nie langweilig…

  1. Also ich finds je echt erschreckend was die Jugend heutzutage so als spannend erachtet… Ich bin auch erst auf diesen „Trend“aufmerksam geworden, als sie bei einer Pannenshow gezeigt haben wie einer sein nagelneues Ei-Phone 6 zerlegt hat … herrlich…
    Unsre Töpfe lösen sich auch schon so langsam in ihre Einzelteile auf… Ich glaub ich werd da auch mal über nachschub nachdenken müssen. Ich frag Dich dann später nochmal wie der Alltagstest gelaufen ist 🙂

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