Tarnen und täuschen

Gestern hatte ich beim Ausmisten das Tor zwischen Hühnern und Enten offengelassen und die dicken Damen, ansonsten körperlich benachteiligt in Sachen illegaler Ausflüge, nutzten die Gunst der Stunde zu einer Expedition. Herr Hahn flitzte schnell hinterher und behauptete, es wäre seine Idee gewesen.

Erst wollte ich sie wieder auf den Pfad der Tugend zurückführen, dann dachte ich, das kann ja auch das höchst bedrohliche Erpelchen für mich erledigen (ich bestätige ihm jetzt jeden Morgen, daß er ganz bedrohlich ist, dann freut er sich).

Kontrolle fünf Minuten später: die Hühner marodieren glücklich durch meine Beete, aber ich hatte doch mal Enten..?

Randbereiche abgesucht, mit der Vermutung, sie wären angesichts der erdrückenden Übermacht (sowohl zahlenmäßig als auch vom Kampfgewicht her) auf Abstand gegangen – nichts zu sehen. Die Sache bleibt rätselhaft.

Beim nächsten Schubkarren-Ausleeren entdecke ich meine Helden: direkt neben meinem geheiligten Klappstuhl haben sie sich ins Gras gesetzt, eine Bilderbuch-Entenhaltung angenommen und vermutlich auch noch das Blinzeln unterdrückt – fehlte nur noch ein Schild mit der Aufschrift „Nur zu Dekozwecken – nicht für den Verzehr geeignet“.

Bewegt haben sie sich erst wieder, nachdem der Hahn aufgrund von Unstimmigkeiten zwischen ihm und mir das Feld geräumt und alle Damen über 6 Pfund Kampfgewicht mitgenommen hatte.

10 Kommentare zu “Tarnen und täuschen

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