Neuer Lebensraum im Westen

8 Uhr:  ich lasse die Entchen raus und amüsiere mich darüber, daß sie im Powerwalk rauf auf die Hühnerwiese laufen, als hätten sie noch was vor.

9.30 Uhr:  die Hühner dürfen erst später raus, wegen Unstimmigkeiten bei der Festlegung des Eiablageplatzes. Meine Entchen kommen mir fröhlich entgegengewackelt – auf der falschen Seite des Zauns. Toll. Dank vergangender Hühnergenerationen gibt es eine Hühnerrückholöffnung im Zaun, die die Enten aber noch nicht kennen. Zurück zum Haus gelaufen, Futterschüssel geholt, Minirankgitter aus der Zaunöffnung genommen und die Enten höflich zum Eintreten aufgefordert. Frau Entchen kommt und frißt, er biegt vor dem Zaun ab und wackelt unternehmungslustig Richtung Wald.

Ich darf – deutlich weniger wohlgelaunt- bis runter an die Straße, weiter zum Eingang des Nachbargrundstückes (unbewohnt), den halben Berg wieder hochkraxeln, nur um festzustellen, daß die Enten inzwischen höchst unschuldig in ihrem Habitat unterwegs sind. Grmblfx!

15 Uhr,        ich bin unterwegs zu den Hunden, drei Grundstücke weiter. Auf dem Weg höre ich ein leises, aber verdächtiges „quäckquäck“. Wo zur Hölle sind schon wieder..?

Auf der ungemähten Wiese zwei Grundstücke weiter schauen zwei unternehmungslustige Entenköpfe ziemlich indianermäßig aus dem Gestüpp und spähen offensichtlich die Terrasse des Nachbarn aus. Saubande! Ist ganz oben am Waldrand, brauche ich gar nicht versuchen, die Herrschaften zu verfolgen.

16.30 Uhr,        ich bin wieder zurück und finde zwei Enten mit Heiligenschein ordentlich geparkt unter meinem Klappstuhl.

„Auf Abwegen? Wir? Muß eine optische Täuschung gewesen sein…“

18 Uhr,         um die Attraktivität des heimischen Habitates zu steigern, wechsele ich das Wasser im Entenpool. Von den Quäckquäcks mal wieder keine Spur. Heute Abend ist Tor abdichten für Fortgeschrittene angesagt, wollte ich die ganze Zeit nicht so gerne machen, weil dann auch Igel & Co nicht mehr durchkommen. Aber wenn die Enten so weitermachen, haben sie bald das halbe Dorf annektiert.

 

8 Kommentare zu “Neuer Lebensraum im Westen

  1. Bei dir kehrt so langsam wieder der Alltag ein.
    Wunderbar, die Enten und Hühner brauchen dich ja auch.
    Aber dass sie wandern gehen, ist nicht so schön.
    Ganz liebe Grüße Bärbel

  2. Da hast Du Dir ja ein Paar Ausbrecherkönige eingehandelt!
    Ist aber auch allerhand, wenn die armen Tierchen sich mit knappen 2000 qm Gelände zufrieden geben müssen – beim Nachbarn ist es nun mal vieel interessanter. Elektronische Fußfesseln gibts noch nicht für diese Spezies?

  3. Halsband mit Glöckchen oder GPS wird bei denen beiden langsam echt eine Überlegung wert.. oder ein Halsband mit Handynummer und Anschrift “ Oder ein Frack „Wenn sie uns sehen, melden sie es bitte unter folgender Nummer!“ 😀

Kommentar hinterlassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s