Es bleibt bei drei

Heute schwirrten eine gefühlte Million entzückter Fliegen um den Schuppen. Eins der beiden Eier ist kaputtgegangen und roch extrem unfein.

Attila war weniger entzückt und hat beschlossen, die Sache zu beenden.

Zwecks Entmüffelung des Schuppens mußte dann der kleine Hühnerknast nochmal herhalten, mein Plan: man nehme einen kleinen Eimer, setze die 3 Wattebällchen rein, dann eine Hand Eimer, motzendes Attila untern Arm und gemeinsamer Transfer zur Hühnerwellness.

Soweit die Theorie.

Ich schnappe Piepsi 1, es piepst mit Alarmstufe Rot – und es kann hüpfen! Ich hatte noch nicht den nächsten Kollegen am Wickel, da war mein Eimer schon wieder leer. Also mußte das Verfahren beschleunigt werden (ich hätte da eine Idee für ein Computerspiel), im Schnellverfahren die Piepsis eingesammelt, folglich keine Gelegenheit zum flirten gehabt, und dann Attila als fluffigen, großen Deckel auf den Fünflitereimer geklemmt.

Sagen wir mal, niemand war besonders begeistert, das Verfahren hat noch Optimierungsbedarf…

Nach geglücktem Transfer sah die Hühnerwelt schon deutlich rosiger aus, aufgeregt glucksende Attila, fröhliches Piepsen von den Kleinen, und Piepsi 1 hat das Klassenziel erreicht: ein Staubbad genommen und eine Ameise ohne Hilfe erlegt 🙂 .

Wenn die bestellte Hundehütte da ist, bekommt die Family eine größere Fläche als Abenteuerspielplatz.

Das Rätsel der verschwundenen Merida ist auch gelöst, da gibt es keinen geheimen Nachwuchs, das blöde Huhn war nach Attilas Einzug in den Schuppen ziemlich untröstlich, weil sie NUR da drin ihr Ei legen konnte. Einen ganzen Tag kreiste sie wehklagend da in der Gartenecke herum, verweigerte aber hartnäckig meine angebotenen Legeplätze (ich kann halt auch nicht so toll „gruuuuh“ machen wie der Hahn in solchen Fällen). Irgendwann muß sie dann versucht haben, den Schuppen von oben zu erobern und ist dabei in einer ungenutzten, aber halbvollen Regentonne ertrunken.

Und sowas fällt den Hühnern IMMER nur ein, wenn es noch 2 Wochen bis zur nächsten Müllabfuhr ist… 😦 .

9 Kommentare zu “Es bleibt bei drei

  1. ufzzzz, was für ein Ende, vor lauter Legeverzweiflung im Wasserfass ersoffen 😦 – RIP Merida – Deine Schilderungen zur jungen Familie, wie immer überaus köstlich 🙂 Danke dafür!

  2. Das verringert den Hühner-Netto-Ertrag natürlich, wenn aufgrund der Brüterei das eine erwachsene Huhn ertrank … hast du Netto jetzt nur noch die Hühnerschar um zwei vergrößert. Was lernen wir daraus? Gitterdeckel für Regentonnen!

    • Die Tonnen im Hühnerauslauf sind komplett gesichert, „meine“ haben wenigstens ein Rettungsholz querliegen, weil ich mit sowas schon gerechnet hatte, aber daß sie ausgerechnet die Tonne findet, die wegen einem Loch auf halber Höhe als Tomatenstab-Sammelstelle dient… man lernt nie aus.

        • Ja, manche Frauen sind echt unflexibel 😉
          Im Laufe ihres kurzen Lebens habe ich sie ja schon zweimal aus dem Wasser gefischt, vielleicht hatte sie auch ein Identitätsproblem und wollte lieber eine Ente sein..?

          • Du meinst sie war eine Trans-Huhn-Ente? Im falschen Ei gelegt? Tragisch, dass es dafür noch keine Selbsthilfegruppe gibt.
            [Und bevor ich jetzt Eimer-weise Speichel fliegen lasse: Ich spotte hier über das arme Hühnchen, nicht über Transpersonen. Wer das da reinliest, will beleidigt sein.]

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