Die Rhabarber-Verschwörung

Nach Meridas Freitod mangels adäquatem Eiablageplatz war ich am rätseln, wie Zora das Problem gelöst hatte. Eier fand ich meistens keine im Stall.

Heute habe ich mal die Zuccini von der anderen Seite gegossen

20150811_DSC_3724-Ei

Sie hat immer erst gegackert, wenn sie schon mitten im Garten war und ich nicht mehr nachvollziehen konnte, aus welcher Richtung sie jetzt kommt.

Es gibt auch wieder eine Spechtmeldung – jahrelang habe ich den Grünspecht von der Wiese nebenan aufgefordert, hier mal paar Ameisen zu fangen – die sind auf dem Grundstück überrepräsentiert.

Jetzt ist er endlich der Aufforderung nachgekommen und prompt bin ich fast auf ihn draufgetreten, was eilige Flucht und wüste Beschimpfungen zur Folge hatte. Und mehr als einen grünen Farbklecks mit rotem Punkt konnte ich auf die Schnelle auch nicht erkennen, hatte ihn erst bei seinem Senkrechtstart zur Kenntnis genommen (die hopsen auf dem Boden rum).

Jedenfalls habe ich mich entschuldigt und hoffe, er läßt sich wieder blicken.

Dann will ich den kleinen Auslauf entnesseln und werde von einem hysterischen Gewerkschaftshühnchen genervt. Mit dem taktlosen Hinweis „Du legst doch sowieso keine Eier, also verschwinde auf Deine Seite vom Zaun“ scheuchte ich sie aus der Schußlinie und wurde 10 Minuten später eines Besseren belehrt: der nächste geheime Eierhort, zum Glück nicht so umfangreich.

Ich zog also um zu den Himbeeren, damit das arme Huhn tun konnte, was ein Huhn eben tun muß, und sah dann ewig nur noch einen konspirativen Popo.

20150811_DSC_3805-Huhn

Nach dem Mittagessen schaute ich nach – nix war. Entweder arbeitet sie Teilzeit oder wollte einfach mal den Betrieb aufhalten.

Die Enten haben heute ein neues Spiel erfunden: Kreisverkehr in der Badewanne. Sie hopsten mit einem gewaltigen Platsch rein, planschten wie wild rum, hüpften auf der anderen Seite raus, und wer konnte, machte laut „Quak!“ Keine Ahnung, was das sollte, aber anscheinend machte es Laune.

Pünktchen bei Niedrigwasser (wir hatten gestern KEINEN Regen, der Pfarrer hat bei seinem Unwetterverhinderungssegen nicht aufs Kleingedruckte geachtet…) – sie hat braune und schwarze Tüpfels und die dunklen Streifen am Flügel sind blaumetallic, wenn sie sich trockenschüttelt, kann man es sehen.

Sie ist ein sehr hübsches Entchen, finde ich

20150811_DSC_3811-Ente

9 Kommentare zu “Die Rhabarber-Verschwörung

  1. Huhu,

    deine Hühner sind ja wirklich kreativ, was die Nestwahl anbelangt! Und da wundert man sich noch, dass die Eier ausbleiben.

    Ameisen haben wir hier auch wahnsinnig viele, jedes Ameisennest was ich finde, landet hier bei den Hühnern. Deine Ente hat sich aber prächtig entwickelt, ein unheimlich schönes Tier *.*

    LG Basti

  2. Der grüne Heinrich ist bei uns auch immer präsent. Der Nachbar hat mal unsere Lilly verdächtigt, dass sie Löcher in seinem Garten buddeln würde.
    Da habe ich ihm mal den Grünspecht beim Ameisen suchen und Boden aufhacken gezeigt – er war extrem erstaunt.

    Bei den Eiern kannst Du wohl nur abwarten, ob sich da was entwickelt.

    Pünktchen ist wunderschön geworden.

  3. also wie schon gesagt , für das Unkraut kann ich dir die Schafe vorbei bringen 😉 dann musst du nicht die armen Hühner bei der Arbeit stören !

  4. siehst Du, es zahlt sich aus, wenn man eine Sache auch aus einer anderen Perspektive betrachtet 😉
    Das Entenbild ist ein echtes Highlight, bitte mehr davon (vor Allem in diesem Ambiente 😀 )
    Liebe Grüsse
    Hajo

  5. Deine Hühner könnten nächstes Jahr den Osterhasen vertreten, wenn ihm der Stress zu viel wird 🙂
    Aber ich finde die Damen sehr sympathisch – Ich fühle mich in der wilden Natur auch wohler als in einer Wohnung.. und wenn sie schon die Wahl haben, dann legen sie eben da wo sie sich wohl fühlen 🙂

    Vielleicht doch mini-GPS-Sender an die Füßchen damit du sie per APP oder so orten kannst?
    (Und damit die Einer nicht tagelang in der prallen Sonne liegen und schlecht werden)

    Pünktchen ist definitiv ein sehr sehr hübsches Entchen. Wenn es Enten-Modells gäbe, könnte sie eines sein (Ihr Gefieder ist einfach so hübsch)

    • sag das nicht zu laut – wenn Goldie und Nr. 8 im Wortsinn loslegen, gibt´s grüne Eier. Aber so, wie die sich im Moment aufführen, würden sie die wohl eher direkt in der Küche abliefern, statt sie zu verstecken 😉

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