Vegane Logik

Leute und Ansichten gibt es… *kopfschüttel*
Also: böse Hühnerhalter (die privaten wohlgemerkt, mit den gewerblichen können sie ja nicht diskutieren) nehmen dem Huhn seine Eier weg.
Das Ei ist aber dem Huhn und wenn der Hühnerhalter Unarten wie Eierfressen beim Huhn unterbinden will, beschneidet er das Huhn in seinen Hühnerrechten und den Kreislauf des Lebens sehen einige Veganerinnen anscheinend so, daß das Ei, was aus dem Huhn rauskommt, wieder ins Huhn reinsoll, nur weil sie das so machen, mangels Bedarf an einem qualitativ hochwertigen Ei.
Das Huhn ist für sie ein Haustier.
Ist es für mich mehr oder weniger auch, ein Haustier mit angenehmen Nebeneffekt auf dem Teller, aber es ist eben auch ein NUTZtier, und Nutztiere, die nicht genutzt werden, sterben irgendwann aus, das war schon immer so.
Ganz paradox wird es, wenn man die Argumentationskette mal bis zum Ende denkt: hätte es die Menschheit nicht schon seit Jahrtausenden auf die Eier der Hühner abgesehen, gäbe es die ganzen netten Hühnerrassen gar nicht, die jetzt dazu dienen, daß sich manche Damen moralisch besser fühlen – ich meine, es gibt ja sehr viele sehr schöne wilde Hühnervögel, nur mit denen kann man nicht kuscheln und die werden komischerweise nicht gehalten, obwohl sie -höchst unverfälscht- nur 2 oder 3 Gelege pro Jahr abliefern.
Man erfreut sich also an einem Tier, was nach der eigenen Sicht von einer perfekten Welt eigentlich überhaupt nicht existieren dürfte.
Sehe nur ich da einen Logikfehler?

13 Kommentare zu “Vegane Logik

  1. 1% der Deutschen sind Veganer. Die wollen 99% der Nichtveganer bekehren, als Mörder darstellen und mit unlogischen Argumenten ungefragt beweihräuchern. Das Paradoxe – sie beschimpfen sogar Vegetarier.
    Meine Hoffnung ist, dass sie Dank rapidem genmanipuliertem Sojakonsum irgendwann einfach aussterben.

    In Indien gibt es ganze Volksgruppen, die sich seit tausenden von Jahren vegetarisch ernähren – aber mit Ei, Käse, Sahne. Sogar die wollen die Veganer bekehren. Anscheinend macht vermehrtet Sojagenuss und Vitaminmangel doch blöde…

    Werft die Tussen aus der fb Gruppe und genießt das Leben mit Euren Hühnern als Nutztiere.

    Das Wort zum Donnerstag sprach:
    Susi 😉

  2. Bei den „Argumenten“ dieser selbsternannten Weltverbesserer (m/w) (ich halte mich mit der Beschreibung mit Respekt für unsere Gastgeberin bewusst, wenn auch mühsam, zurück) würde mir der Kamm schwellen, so ich einen hätte.
    Der Mensch ist als Allesfresser ausgelegt, VON DER WEISEN MUTTER NATUR!, und das bedeutet, dass auch tierische Produnkte und Fleisch/Fisch zur Ernährung gehören, basta!
    Das bedeutet jedoch nicht, dass man exzessiv diese Produkte zu sich nehmen muss und es bedeutet auch nicht, dass man Tiere in unwürdiger Weise behandeln DARF! Aber das gilt ohnehin nicht für „Hobby-Tierhalter“ (nicht böse gemein, liebes Drosselchen).
    Wir müssen uns alle der Bedeutung dieser Produkte bewusst werden, aber ein Total-Verzicht ist widernatürlich.
    Wenn sich diese Menschen für artgerechte Haltung einsetzen würde, wäre ich einer der Ersten, die sich dieser Bewegung anschliessen würde. Dabei fällt mir ein: ist die Haltung als Haustier artgerecht?

    HERR, SCHÜTZE UNS VOR STURM UND WIND UND LEUTEN, DIE VEGANER (m/w) SIND1

  3. Alex wir haben uns glaube ich schon mehr als einmal darüber unterhalten 😉 Du nutzt fast genau meine Argumentation . Leider ist es nicht jedem gegeben die Weitsicht der Rassenerhaltung zu erkennen . Sitzen diese Leute alle nur in der Stadt und denken die Kuh ist lila 😀 :O

    • Ich wohne in der Stadt und bin ganz sicher keine Gut-Mensch-Veganerin. Ich mag es zwar manchmal vegetarisch, aber ich liebe dann auch wieder mein FLEISCH … Nicht ale Stadtmenschen halten das, was sie in der Werbung sehen, für das echte Landleben. Ich hab übrigens mal auf dem Land gewohnt. Aber ich weiß, warum ich es nicht mehr will.

  4. Veganer wollen ja sogar ihre Katzen vegan ernähren, dazu hab ich mal ein passendes Blog geschrieben. GEHT GAR NICHT. Wer einen Fleischfresser hält, soll ihn auch als Fleischfresser ernähren …
    Und ja, der Mensch ist ein geborener Allesfresser, das Verdauungssystem ist für rein pflanzliche Nahrung ebensowenig ausgelegt, wie unser Bedarf an Mineralien. Ich finde es geradezu pervers, dann künstliche Zusatzstoffe zu mir zu nehmen, weil die rein vegane Lebensweise mich eben nicht mit allem versorgt.

    • Geh mal in ein Hundeforum und lies nach, wie manche Veganer ihre Hunde ernähren…
      Wenn ein Hund kein tierisches Eiweiß verträgt, lasse ich mir das gefallen. Aber nur, weil man eine Ernährungsform dogmatisch wie eine Religion feiert, muss man doch nicht sein Tier damit rein ziehen.

      Die hätten besser Stofftiere zum kuscheln als lebende Wesen.

      • Ein Hund ist zwar auch noch ein Carnivor, benötigt aber „nur“ 60 % tierisches Eiweiß. Eine Katze 80. Und Tierärzte sagen, Hund, ja, geht, nicht schön, aber geht … aber Katze geht nicht!

        • Eben. Bei Katzen geht es nicht. Ein Hund als Omnivor kann alles essen – muss es aber nicht. Ich erinnere mich da an vegane Schweineohren, die hauptsächlich aus Gluten bestanden….
          Unser Hund mampft auch quer durch den Garten. Die Fleischration beträgt 40-50%. Mehr geht gesundheitstechnisch nicht.
          Mir geht einfach diese Zeangsbekehrerei auf den Nerv. Ich lasse denen ihren Tofu/Seitan/Tempeh (Ich hab das übrigens alles selbst probiert und fand es eklig. War selbst jahrelang Veggie.). Und die sollen mir mein Frühstücksei lassen. Und mein Suppenhuhn aus artgerechter, französicher Haltung. Kein Bio und trotzdem lecker. Dann sind alle glücklich.

          • Eben. Ich habe gerade einen Kommentar im Guardian hinterlassen zu einem Artikel, in dem Rezepte für ein Einpersonen-Mitten-in-der-Woche verbreitet wurden – vegetarische Rezepte. Sie hatten nur Kartoffelspalten (und da war das Rezept auch noch für 4 bis 6 Portionen) – und Salat. DAS fand ich zu langweilig und die Kartoffeln aus dem Ofen auch am Thema vorbei … Da hab ich drei Rezepte in meinem Kommentar gepostet: Gefüllte Paprikaschote (gefüllt mit Zwiebeln, Pilzen, Nüssen und Schafskäse – weil ich eben kein Veganer bin), Spinat-Tomaten-Blumenkohl mit Käsesoße und Chikoree mit Currysauce. Alles kein Hexenwerk, alles dauert keine Stunde – und ganz sicher nicht länger als ein aufwändiger Salat … und alles mit WENIGEN Zutaten, Tomaten aus der Dose und gefrorenen Blattspinat kann man auf Vorrat legen, so dass man dafür nur Käse und Blumenkohl kaufen müsste. Chikoree ist auch nicht so teuer, so eine Currysauce geht für den ganz großen Notfall auch aus der Tüte, ansonsten ziehe ich eine Bechamelsauce mit Garam Masala vor. Und da kann man die Milch noch mit Kokosmilch ersetzen, wenn man es vegan haben will.

  5. Ich finde es schlimm, dass diese Personengruppe sich über alle anderen erhebt und meint nur ihre Art zu leben sei richtig. Wenn sich jemand so ernähren will bitte…aber muss man dann gleich jedem seinen Willen aufzwingen?
    Ich habe eine Kollegin, die ist Vegetarierin. Aber die flippt nicht aus, wenn ich neben ihr ein Met-Brötchen esse weil sie auch sagt, es ist ihre Art zu leben aber jeder kann Essen was er will.
    Gern wird ja auch behauptet vegane Ernährung sei besser fürs Weltklima wobei auch das in einem spannenden Artikel vor einiger Zeit widerlegt wurde. (Ich muss den mal raussuchen).

  6. wie hat schon der olle Fritz gesagt: „In meinem Staat kann jeder nach seiner Facon selig werden!“ eben!
    und was die Ernährungsgewohnheiten von Katzen betrifft: die Betreffenden sollten doch mal versuchen, einer Grosskatze das Fleichfressen abzugewöhnen,
    ich denke, da würden sie eher „auf Granit“ beissen.
    Dabei fällt mir ein: ist Granit vegan? 😀

Kommentar hinterlassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s