Plan B mal wieder

Am Wochenende sollte der Entensixpack auf die Terrasse umziehen, damit sie die als „Basislager“ abspeichern, und sich da -nach ihren Gartenausflügen- abends wieder unaufgefordert einfinden.

Wie so oft, hatte das Federvieh eigene Pläne.

Die Gartenausflüge wurden vorverlegt, das mit dem „zum Abendessen daheim sein“ mußte diskutiert werden.

Also angewandte Entenpädagogik: das Gehege, wo sie schon paarmal tagsüber drin waren und wo sie oft drumherum kreisten, wurde aufgemacht und Futter und Legenest reingestellt.

Das Legenest ist so ein Katzenklo mit Dach, wenn die Piepser vor mir flüchten und da reinzischen, kann man sie ganz gut und streßfrei transportieren. Und für die Kleinen ist es angenehmer, als wenn man a la Greifvogel von oben nach ihnen greift.

Versuchsanordnung aufgebaut, dann drinnen mit Minipieps diskutiert, der entschlossen ist, bei den Sittichen einzuziehen. Heute hatten wir schon Mittagsschlaf auf allen Ebenen – Sherlock klemmte als bunte Frucht oben im Baum, auf mittlerer Ebene saß Flederli auf der Stange, nächste Stufe war ich mit der Couch und Minipieps poofte zufrieden unten in der Voliere.

Vom Chaos her wäre eine gemeinsame WG gar nicht so unpraktisch, das Problem ist, daß die Herren Sittiche sich brennend für das Aufzuchtfutter interessieren und ich fürchte, daß ich dann irgendwann zwei sehr bunte Wachteln hier rumdackeln habe.

In einer Regenpause Kontrollgang an der Entchenfront. Geräusche kamen aus dem Gehege, nur leider die falschen.

Goldiehuhn, heute Mittag wieder zurückgekommen, weil sie den Auftrag verweigert hatte, saß mit sich und der Welt zufrieden vollgefressen im Legenest.

Na warte, du Huhn – das war die Strafe, daß ich sie eine Stunde vorher nicht schon eingesperrt hatte. Sie hat ein sensationelles Talent, im entscheidenden Moment alles zu sabotieren, was ihr auch regelmäßig Stubenarrest einbringt, wenn hier mal der Entensitter Dienst hat.

Motzendes Huhn in sein Ställchen umgesetzt und erste Entensuchpatroullie gestartet. Vielleicht sind sie ja mit den Laufis auf Tour?

Am Durchgang zur Hühnerwiese stand ein erbostes Gewerkschaftshühnchen und meldete eine Einbrecherbande.

Die Kleinen hatten den Hühnerstall erobert und wie gewohnt für Angst und Schrecken gesorgt.

Panische Entchen im Hühnerstall fangen ist fast unmöglich, also wurde das Oberteil von einem Vogelkäfig zweckentfremdet und jeweils ein oder zwei Entchen a la Käseglocke eingetütet.

Da Goldie es sich sowieso verschissen hatte, durfte die jetzt ihr Ställchen räumen und die leicht fassungslosen Entchen können jetzt da wohnen, die Nächte sind so mild, daß es im Keller kälter wäre wie in der Holzbude.

Und jetzt kann ich noch mit Minipieps verhandeln, der sitzt nämlich in Badeentenhaltung direkt neben der Voliere und versucht, möglichst vorwurfsvoll auszusehen. Und aus pädagogischen Gründen will ich eigentlich vermeiden, ihn zu fangen. Das kann dauern.

4 Kommentare zu “Plan B mal wieder

    • Die Ärzte sagten, höchstwahrscheinlich kann er sich damit arrangieren, solange er bei mir bleibt (weshalb ich hoffe, daß er eine Sie ist 😉 ). Oben auf dem Schnabel ist jetzt eine Narbe, aber anscheinend wächst es da auch wieder, der Trend geht hin zur Seepferdchenoptik 😉 . Die Nasenlöcher werden auch größer, das beruhigt mich. Er kann halt nicht alles fressen, vermutlich ist er deswegen so grantig 😉

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