Dschungelkrieg

Hier ist soweit alles in Ordnung, Angrybird durfte gestern zum ersten Mal im Garten rumflitzen und war sogar (nach Suchaktion und freundlicher Aufforderung per Laubrechen) abends ordnungsgemäß in ihrem Ställchen eingetrudelt.

Ich hoffe, das läuft heute wieder so gut, bis jetzt ist sie unsichtbar, nur einmal hab ich sie quaken gehört.

Sechs Entchen sind leichter zu finden, weil die meistens miteinander quasseln.

Ich bin grade mit Grünzeug betüddeln beschäftigt, bisher war ich gegen Buchsbaum immun -warum für etwas Geld ausgeben, was entweder erzünslert oder erpilzt wird?- aber als auf dem Kompost vom Friedhof ein Schwung 30 Jahre alter Immergrüner lag, erwachte der Jagdtrieb (wenn man weiß, was so große Brummer im Baumarkt kosten..). Die inzwischen schon extra wegen den „Wegwerfgärtnern“ mitgeführte Tüte (hat mir bis jetzt einen Gewinn von 15 € gebracht) wurde gegen das Auto getauscht und dann war ich damit beschäftigt, ein komplettes Wäldchen aus Buchsbaum, Puschelwacholder und noch was Undefinierbarem ins Auto zu stopfen.

Zwar sind bei dem Spaßmobil die Augen selten größer als der Kofferraum, aber mit den Wurzelballen waren die Biester nicht grade bedienungsfreundlich.

Jetzt ist Pflanzenwellness angesagt, damit sie sich von der lieblosen Rodung per Bagger erholen. Ich schleppe Erde und Wasser ran, und wenn ich mich umdrehe, stehen die Enten im Kreis drumherum und löffeln die Erde wieder raus.

So ist zumindest jeder beschäftigt.

 

Schnelle Schleiche

Wie nennt man eigentlich eine Blindschleiche, die nicht schleicht, sondern ziemlich zügig den Rinnstein entlangschlängelt?

Keine Ahnung, ob ich da gerade unbeabsichtigt das Training für den Schleichen-Ironman gestört habe, jedenfalls wurde der Optimist eingesammelt und mit dem Hinweis, sich von diversen Schnäbeln fernzuhalten, in den Garten umquartiert.

Kellerfund

Erst dachte ich, schon wieder eine Maus – aber ganz so flink war das entdeckte Objekt dann doch nicht:

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Kröti

Ganz begeistert war sie nicht über ihre neue Rolle als Fotomodell

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Ein Gesicht hat sie auch

Ungeahnte Beschleunigung, als die Freiheit lockte – vorsichtshalber habe ich sie außerhalb vom Entchenwirkungskreis entlassen; ich hatte letztens Storys von optimistischen Enten gelesen, die sich an gigantischen Kröten versucht hatten.

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Schnecken-Post

Im ersten Moment war ich leicht grummelig, als ich diese Party hier im Schotterbeet (eigentlich staubtrockene no-go-Area für Schnecken) entdeckte:

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Wenigstens waren sie so höflich und haben nur da geknabbert, wo der Kälteeinbruch im Frühjahr (den Winter hatte Pflanzi locker überlebt) Schäden hinterlassen hat.
Beim genaueren Hinsehen mußte ich grinsen – und das Fotoknipsgerät holen.
Drei Schnecken turnten auf dem geschossenen Rotkohl herum:

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(man beachte: die goldene Regel „Schärfe muß auf dem Auge sitzen“ wurde erfüllt! Allerdings hauptsächlich, weil Schnecke samt Stengel grade passend ins Bild schwankte)
Die dritte Schnecke war nicht so fotogen und bleibt folglich undokumentiert für alle Geheimdienste.
Und jetzt – denkt euch mal im Geiste die Melodie von „Je´t aime“… 😉

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Licht-Blicke

Eigentlich wollte ich heute morgen ins Fitneßstudio – dann hing da plötzlich so ein fremdes, leuchtendes Ding am Himmel.

Also umdisponiert und erstmal rupfend und zupfend über das Unkraut in den Hochbeeten hergefallen.

Ein sauwetterbedingtes Highlight gab es gestern: auf dem Rückweg vom Hühnerstall war plötzlich Bewegung vor meinem Fuß. Erst dachte ich, ein Nachwuchs-Günther, aber es hüpfte.

Also Verfolgung aufgenommen zwecks näherem Kennenlernen: ein Fröschlein.

Der Kollege war sehr flink, sehr kalt und sehr unkooperativ – bevor ich ihn genauer besichtigen konnte, war er mir schon wieder aus den Händen gehüpft.

Illegale Gartenparty

Wäre die Sache über Facebook organisiert worden, könnte ich jetzt eine Rechnung schreiben.

Aber die Kerlchen, die da in meiner Eiche gemütlich feiern, sehen mir nicht sehr technikbegeistert aus:

 

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Raupenparty

 

Erstmal Schreck, Raupe mit Haaren in Eiche – Eichenprozessionsspinner?

Google mußte ran, herzlichen Dank an den Betreiber von Schmetterling-Raupe.de , der mitgedacht hat und die Raupen nach Monaten sortiert vorstellt. Die Räupchen gehören zum Mondvogel, von dem ich noch nie was gehört habe und -wie die Fotos auf der Website zeigen- den ich auch im fertiggefalterten Zustand vermutlich komplett übersehen würde.

Soweit ja alles ganz nett, nur saß das feierwütige Pack auf MEINER Eiche und hatte schon einen Zweig kahlgefressen (so haben sie sich auch verraten). Die Eiche hatte ich vor unserem ersten Rasenmähereinsatz auf eigenem Grund und Boden als Miniobjekt mit zwei Blättchen aus dem Gras gerettet und ins Gemüsebeet umgesiedelt.

Nach zwei Jahren wurde sie dann ausgewildert und seitdem betüddelt.

Anknabbern stand jetzt nicht auf dem Pflegeplan.

Die Party mußte verlegt werden. Deshalb stand ich vorhin mit dem Hühnerfutterpott an der Eiche und sammelte aufsässige Räupchen ein, die mit ihren Saugfüßchen hartnäckig Widerstand leisteten. Man kann da ja auch nicht richtig zupacken – ich kam mir vor,als würde ich mich mit Gummibärchen duellieren. Ursprünglich wollte ich einfach die befallenen Blätter abknipsen, aber so schlau waren die Viecher auch und hatten sich teilweise an den Ästchen festgeklammert.

Eine Handvoll Raupen später war die Eiche wieder unberaupt und die gefräßige Truppe wurde auf die Hühnerwiese umgesiedelt, zu einer größeren jungen Eiche, die der Sache a.) länger standhalten wird

und b.) muß ich die Eiche im Herbst wegnehmen, weil sich da etwas zuviel Dschungel auf einem Haufen gebildet hat.

Bis morgen um 9 haben sie Zeit, ihre Plätze einzunehmen, dann rücken die Hühner aus.

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