Der Amtsschimmel

oder: Impressum für Arme.

Würde ich beim Finanzamt die Kosten für diese Webseite einreichen, würden die mich auslachen: wordpress.com gestattet keine Werbeeinblendungen (außer ab und zu ihren eigenen), ich habe also nur Kosten und keine Einnahmen.

Und wie nennt das Finanzamt sowas?

Genau: Liebhaberei, neudeutsch „Hobby“.

Und weil die Bloggerei ein Hobby ist, das ursprünglich dafür gedacht war, die quer durchs Land verteilten Freunde, Verwandten und Bekannten über unsere aktuellen Heldentaten zu informieren, sehe ich auch nicht ein, aus Angst vor irgendwelchen Abmahn-Parasiten meine Anschrift einem breiten und nicht immer wohlwollenden Publikum zugänglich zu machen.

Wer eine Sittich-Autogrammkarte mit original-Sherlock-Nagespur haben möchte oder ein anderes Anliegen hat, der findet über diese Seite ausreichend Kontaktmöglichkeiten.

Disclaimer?

Mal ehrlich: das Internet ist ein Netz, an dem täglich weitergesponnen wird. Kein Mensch kann kontrollieren, ob auf einer Seite, die er heute verlinkt hat, morgen jemand kommentiert und ein Absenderlink zu einer zweifelhaften Seite da läßt. Wenn ich zu einer Seite verlinke, stehe ich auch dazu (oder schreibe dazu: guckt mal, was ein Sch..ß!). Und ansonsten ist der „offizielle“ Disclaimer sowieso mißverstandener Blödsinn (oder wieder entstanden aus Abmahnpanik), guckst Du hier: Das Märchen vom Disclaimer.

Datenschutz – Facebook, Google+ & Co

Wir leben im Jahr 2013. Und wir sind nicht in den USA, wo man sich jede Verantwortung abnehmen lassen kann. Ich setze voraus, daß hier halbwegs medienkompetente Menschen mitlesen, denen ich nicht extra vorkauen muß, wer wo was speichert, wenn sie hier auf ein Knöpfchen drücken. Im Zweifel: nicht drücken. Dann lesen nur die Geheimdienste mit. Und wo wir schonmal beim Thema sind:

Teilen: ja – mit fremden Federn schmücken: nein

Wenn ich in einem Beitrag die gefährlichen Knöpfchen freigeschaltet habe, dürfen diese selbstverständlich auch geteilt, re-bloggt oder was auch immer werden.

Weniger nett wäre es, Bilder oder Beiträge als eigenes Machwerk auszugeben.

Die grünen Smileys, die ich aus technischen Gründen leider nicht für Kommentare anbieten kann, sind von GreenSmileys.

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2 Kommentare zu “Der Amtsschimmel

    • Ich danke Dir.
      Je länger ich mich mit dem Thema beschäftige, desto mehr wundert es mich, daß sich Otto-normal-Blogger das so klaglos gefallen läßt.
      In den meisten Abhandlungen über Medienrecht wird unterstellt, daß man mit einer Website ja was „nachhaltiges“ erschafft und deshalb impressumspflichtig wäre.
      Hallo? Ein Klick von mir, und alles ist verschwunden – was soll da bitte nachhaltig/dauerhaft sein?
      Und ich finde es unzumutbar, daß man als Privatmann mit einer Handvoll Lesern dazu verdonnert werden soll, seine Privatadresse zu veröffentlichen, während sich die Redakteure der großen Zeitungen gemütlich hinter der Redaktionsanschrift verstecken können.
      Nee, sorry, das kann´s echt nicht sein, wir bräuchten dringend eine Regelung, die private Blogger vor Abmahnwahn schützt.

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