Ich bin dabei!

Da staunt man doch – für anständiges DSL reicht´s hier nicht, aber nachdem ich jetzt nach 3 Wochen endlich mal diese geheimnisvollen Anrufe entgegengenommen habe, hatte ich tatsächlich diesen legendären „Microsoft Technic“ „Service“ an der Strippe. Allerdings nicht lange 😀 .

Unglaublich, dem Hintergrund nach läuft diese Abzocke über ein fettes Callcenter.

Wir sind jetzt auch Sponsor der Stadt Wetter

Eine Spätfolge der Sachsenhuhn-Expedition: der Züchter hatte uns vorgewarnt, daß wir auf dem Heimweg durch blitzerverseuchte Gegenden kommen.

Wir sind also geschlichen (mit dem Mazda nicht weiter schwierig), haben zu zweit nach Schildern und Blitzern gesucht, sind in Niederwetter in Sachen Radargeräten ziemlich fündig geworden und entdeckten außerdem Schilder, die 30 km/h ab 22 Uhr forderten.

Es war 21 Uhr, also zockelte der herzallerliebste Schatz mit knapp unter 50 durch den Ort. Und es wurde Licht…

Wie sich herausstellte, ist Niederwetter in Sachen Blitzerabzocke so legendär, daß Google schon freiwillig „Radarfalle“ vorschlägt. Und im Verkehrsportal wird ihnen ein eigener Beitrag gewidmet.

Per Internet fanden wir dann raus, was im Ort selbst nicht zu erkennen war – daß irgendwo die 30 km/h mal rund um die Uhr gelten. Weil da eine Schule ist (glaube ich), und Schulen zwar früher entsprechend den Schulzeiten ihre Geschwindigkeitsbegrenzungen bekamen, aber das wäre ja

1.) logisch nachvollziehbar und

2.) könnte man damit nicht so gut verdienen.

Aber die ganze Sache hat ja üüüüüüberhaupt nichts mit Abzocke zu tun, es geht ja nur um so böse Raser wie uns, die mit Tempo 38 Frauen, Greise und Kinder gefährden…

Die Debatte um die Warnschilder in Hessen finde ich relativ albern, es gab schon früher an Ortseingängen Warnschilder wegen Geschwindigkeitsmessungen.

ABER: ich möchte bitte fair Play. Wenn ich wo zu schnell war, und ich weiß, ich war zu schnell, bin ich der letzte, der sich bei Strafporto beschwert (und ich habe da eine gewisse Übung…). So läuft halt das Spiel.

Wenn aber die Spielregeln hinter Bäumen und zweifelhaften Beschilderungs-Abständen so getarnt sind, daß man sie als normal denkender und normal aufmerksamer Fahrer nicht erkennen kann, dann ist das für mich Abzocke, und dann braucht man sich auch nicht wundern, wenn dem gemeinen Pöbel die Galle überkocht.

Der eine Kommentar unter dem Zeitungsartikel hat mir gefallen: in solchen Abzockerkäffern nur noch extrem zu schleichen. Man möchte ja schließlich nicht mit den bösen Rasern in einen Topf geworfen werden…