Federballfotos

Das wichtigste zuerst:

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Wie das so ist mit ungeplantem Nachwuchs, war ich heute nur am flitzen.

Das kleine Kerlchen kommt entweder nicht ans Wasser ran oder ersäuft in der Schüssel. Die Pellets sind nicht schnäbelchengerecht. Und der Turmfalke hätte vermutlich wenig Respekt vor dem kleinen Piepser.

Folglich hat sich das mit dem hippiemäßigen naturnahen Brutprojekt für Attlila erstmal erledigt und Mama und Federball sollen in abgesicherte Verhältnisse. Außerdem mußte ich noch Kükenstarter kaufen, da sind die Pellets ungefähr so groß wie Reiskörnchen.

Und ich mußte Mutter und Kind erstmal finden und verhaften.

Das ging zur Abwechslung mal einfacher als gedacht, sie waren zwar unsichtbar, aber aus den Brennesseln hörte ich es leise brummen. Attila hat dem Kleinen was erzählt. Ich ging der Sache nach (stellte dabei fest, daß ich schon weiß Gott wie oft an ihr vorbeimarschiert bin, ohne was zu merken) und fand sie auf einer Ladung zusammengeklauter (bzw., vermutlich hat sie sich die sogar anliefern lassen) Eier sitzen, Piepsi wuselte vor ihr herum.

Den Eiern sei dank, blieb Attila stocksteif sitzen, ich griff mit Links Piepsi und dann klemmte ich mir Big Mama unter den Arm, Piepsi wurde ihr bei Protest vor den Schnabel gehalten.

Die Azubi-Hühnchen mußten ihren Knast wegen Eigenbedarf rausrücken; als sie vor einer Ladung Futter und Wasser saß, fand Attila die Zivilisation gar nicht mehr sooo schlecht.

 

 

Die Riesenfüße sind vom Vater

Die Riesenfüße sind vom Vater

Ich dachte erst, die restlichen Eier sind alles Ausschuß, aber an einem beschädigten Ei konnte ich ein fertiges Füßchen erkennen (zum Heulen, das war von einem Sachsenhuhn, von denen hätte ich gerne Nachwuchs), deshalb bekommt sie die Eier nochmal für paar Tage zum Betreuen – vielleicht kommt ja noch ein Wattebällchen raus.

Die beiden Eier vom Gewerkschaftshühnchen hat Attila jetzt sorgfältig aussortiert, also können die schonmal weg. Manche Leute meinen ja, die Henne „weiß“, was in den Eiern los ist – ich bin gespannt, Swiffer hatte damals jedenfalls keinerlei Kompetenzen dieser Art, nach einer Woche über Termin mußte ich ihr eine Ladung müffelnder Eier abnehmen.

Wobei ich es sowieso als mittleres Wunder ansehe, daß eine Brut bei dieser extremen Hitze geklappt hat – da hat ja von Temperatur bis Luftfeuchtigkeit gar nichts gepaßt und die körperliche Leistung der Glucke ist sensationell.

Was das Rätsel der Mutterschaft angeht, konnte ich keine sachdienliche Eierschale finden, es bleibt also spannend. Aus dem Rennen sind nur die Legehühnchen, die haben ihre Eier woanders versteckt.

Wattebällchen an Sofakissen

Wattebällchen an Sofakissen

Ü-Ei

Attilla hat sich wieder mal blicken lassen – mit einem winzigen schwarzen Federball im Gefolge.

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Jetzt darf ich nicht nur eine KiTa, sondern auch noch eine Säuglingsstation basteln – weniger, wegen dem Parkplatz, den würde Mama schon verteidigen, aber ich muß irgendwo schnäbelchengerechte Körnchen anbieten können, ohne das der Rest der Truppe die sofort wegputzt.

Und heute Abend ist Großfahndung angesagt, mit dem auswärts schlafen ist jetzt Schluß.

Der späte Vogel fängt das Huhn

Erst hatte ich verschlafen und dann war Sherlock so aufgeregt über eine Handvoll geschenkter Grashalme (mit Samenständen dran), daß ich die Geierlein erst einsperren konnte, nachdem er sich einigermaßen beruhigt hatte. Sowas kann dauern bei ihm, er fegte mit gesträubtem Kämmchen und erbost „drrrt!“ machend durch die Küche und versuchte, die auf 3 Stellen verteilten Grashalme unter seine alleinige Kontrolle zu bringen.

In solchen Fällen verlegt Lilly ihren Hauptwohnsitz auf meine Schulter und ich kann die Küche nicht mehr verlassen.

Dann noch paar Mails beantwortet – oh, es ist 11 Uhr, man sollte mal die Hühner befreien.

Die Enten wohnen so dicht am Haus, daß sie notfalls auch in einem nicht-gesellschaftsfähigen Aufzug versorgt werden können, außerdem lasse ich denen gerne einen Vorsprung beim Frühstück, damit sie nicht als erstes von den gefräßigen Legehühnchen ausgeraubt werden.

Die Quacker hatten ihr Schüsselchen leergefressen und geisterten auf der Hühnerwiese rum.

Außer dem konstanten „quäckquäck-quäckquäck-quäckquäck“ von Entchen im Entdeckermodus hörte ich plötzlich ein tiefes, motziges Gackern.

Das ist doch..?

Attilla, frisch und munter, aber mit Kohldampf, meldet sich zurück zum Dienst 🙂  .

Der Tag fängt schonmal gut an.

Hitzeopfer

Ich dachte, das dicke Bettyhuhn will brüten (Babettchen hockt schon seit Tagen auf den jeweils verfügbaren Eiern, als ob das bei diesem Wetter nicht auch ohne Huhn funktionieren würde…), jetzt liegt das arme Vieh NOCH platter im Stall.

Bedenken hatte ich eigentlich bei Oma Swiffer, aber die ist ein Phänomen und hält sich weiterhin tapfer aufrecht.

Vermißt

Huhn Attilla ist verschollen.

Da ich aber keine herrenlosen Federn gefunden habe, könnte es auch sein, daß sie mit/auf einem Haufen Eier in den Kratzbeeren sitzt.

Wölkchen war in solchen Fällen wenigstens zum Frühstück aufgetaucht. Es bleibt spannend.

Ssangerhäuser Jubiläumsrose

Sangerhäuser Jubiläumsrose

Nochmal Waschtag

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…diesmal mit im Schrank gefundenem Babyshampoo, ursprünglich mal erworben für die zarte Pelle vom herzallerliebsten Schatz, der nötigen Technik für ein Beweisfoto und wohlweislich einem vorher nicht geputztem Badezimmer. Madame schaut angemessen skeptisch Außerdem hat sie ihre Schütteltechnik perfektioniert, aus … Weiterlesen

Waschen, legen, nicht fönen

Das dicke Bettyhuhn sieht mir um die Ohren herum wieder etwas bedenklich aus.
Da sie aber beim letzten Tierarztbesuch fix und fertig war (ok, der herzallerliebste Schatz war auch mal von Ohrenschmerzen geplagt und wirkte auch nicht sehr glücklich, wenn er vom Doc kam) und ich Angst habe, daß sie sich dermaßen aufregt, daß sie einen Herzkasper bekommt, will ich es diesmal lieber mit Hausmitteln versuchen.
Also Phase 1: Öhrchen saubermachen.
Bei diesen Temperaturen wäre es nicht besonders witzig, bei stimmungsvollem Licht auf der Terrasse zu wurschteln, also wurde Hühnchen ins Badezimmer verfrachtet.
Erste Erkenntnis: wenn Betty drin ist, ist das Waschbecken voll.
Den lauwarmen Wasserstrahl fand sie nach dem ersten Schreck gar nicht so übel, sie war zwar bißchen gestreßt, strampelte aber nicht um ihr Leben.
Irgendwann gab es naturgemäß leichte Unstimmigkeiten, eine Pattsituation hatten wir, als sie sich groß aufrichtete, mich mit strengem Blick anschaute und sie dadurch mit dem Kopf höher war als der Wasserhahn.
Erkenntnis 2: wenn´s dem Huhn zu doof wird und es sich schüttelt, kann man froh sein, wenn man noch die Regenjacke vom Hühnchenholen anhat.
Sie hatte eine beachtliche Reichweite.
Als sie angemessen vorwurfsvoll aussah, beendeten wir die Aktion.
Nur kann man bei diesen Temperaturen ja schlecht ein Huhn mit nassem Kopf raussetzen, fönen wollte ich diesmal auch nicht, damit man nicht evtl. irgendwelchen Dreck wieder ins Ohr reinpustet, also: lufttrocknen lassen.
Hühnlein sitzt jetzt (leicht ratlos) unterm Wäschekorb zum Trocknen und wird wieder „ausgewildert“, bevor ich ins Bett gehe (bis morgen wäre ihr Aufenthalt hier vermutlich nicht mehr geruchsneutral…).