Huhn bleibt Hobby

Eventuell könnte die Entscheidung auch dadurch beeinflußt worden sein, daß heute morgen jemand wegen Eiern klingelte, während wir (als nicht-Kleinkind-Besitzer) noch gemütlich im Bett lagen…

Aber wenn ich mehr Eier will, müßte ich entweder billige Legehühnchen holen und jedes Jahr auswechseln, wie in der gewerblichen Produktion auch. Nur ist an so einem Legehühnchen nichts dran, da lohnt sich der Aufwand mit dem Schlachten nicht. Oder ich nehme eine Henne mit mehr weiblichen Rundungen, also eine alte Rasse (Zweinutzungshuhn), die finde ich auch grundsätzlich interessanter, aber weil andere Menschen das auch so sehen, kosten sie mehr als so ein 5 €-Hühnchen. Folglich müßte man seinen eigenen Nachwuchs ausbrüten lassen, hat da dann auch Hähnchen dabei, die ein seperates Domizil brauchen, bis sie im backofenfähigen Alter sind.

Und ich kenne mein Glück, kaum hat man die Produktion hochgefahren, springen die Kunden ab und hier stapeln sich die Eierkartons.

Irgendwie habe ich das Gefühl, da müßte ich so viel umstellen, daß die Sache in Streß ausartet. Außerdem habe ich keine Lust, ein nettes Huhn schlachten zu „müssen“, nur weil es nicht mehr ganz so viel legt.

Sicherlich werde ich nach und nach auf andere Hühnerrassen umstellen (die Fluffels sind süß, haben aber eine miserable Arbeitsmoral), und eigene Brathähnchen stehen auch auf der Wunschliste – aber das Ganze dann bitte in MEINEM Tempo, und nicht von heute auf morgen.

Außerdem haben wir hier so große Grundstücke – jeder, der Eier will, könnte sich auch eigene Hühner anschaffen. Ich mache dann auch gerne Beratungsdienst.