Kein stilles Örtchen

So schön die Herren Hähne auf den Fotos auch sind: sie nerven wie Sau. Beim Krähen bin ich noch tolerant, es sind halt keine Singvögel, Schorsch krächzt sich was zurecht und Bruce klingt exakt wie mein früherer, hühnchenförmiger Wecker (wer kennt die Dinger, wo man dann auf den Kamm gehauen hat, damit das Vieh den Schnabel hält? Genau diese Funktion vermisse ich momentan). Das Hauptübel ist das ewige Alarm-Bögöööck, wobei Schorsch die Betonung auf ein hysterisch-überdrehtes „üüüüüü!“ legt und Bruce die zweite Stimme krächzt.

Das Ganze gefühlt stundenlang, ich könnte jedesmal den Besen nehmen und draufhauen.

Vorsichtshalber habe ich nie gefragt, was die Nachbarn davon halten (der auf der einen Seite ist verantwortlich für Kirchenglocken morgens um 6 und die Festhalle, die mich mit Livemusik zu unpassendsten Zeiten „erfreut“, die andere Seite sorgte dafür, daß ich in vor-Huhn-Zeiten jahrelang keinen schönen Sommerabend draußen genießen konnte, weil Punkt halb neun abends der Fußball rausgeholt wurde und bis halb 12 nachts auf der Straße Gebrüll war. Von daher soll mir einer blöd kommen…), aber um mich selber zu erfreuen, hatte ich letzte Woche beschlossen, mir ein bögöööck-freies Frühlingswochenende zu schenken.

Also brach am Freitag wilde Aktivität im Keller aus und im ehemaligen Plumpsklo wurde ein Meditationszimmer für die zwei Hysteriker eingerichtet. Bißchen Ruhe und Gelassenheit kann ihnen nur guttun.

Wie erwartet, sind sie nicht ganz so begeistert, und am Anfang war Sherlock etwas verwirrt, als es im Keller jodelte, aber die Gesamtbilanz ist gut: glückliche Enten, zufriedener Obervogel, und die Hennen waren auch nicht grade Gramgebeugt.

Von Freitagabend bis Sonntagabend ist ab sofort bei schönem Wetter Nachsitzen angesagt. Dafür werde ich jetzt immer mit mißbilligenden Geräuschen bedacht, wenn ich durch den Keller gehe.

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Nachdem Hühnchen Track gestern ewig grundlos zeterte, habe ich einen berechtigten Verdacht, was die leibliche Mutter angeht…

Während die zwei Strategen schmollten, hatte ich am Samstag Mittagspause mit Liegestuhl, Eiskaffe und Hund (plus ab und zu Aufregung, wenn ein Huhn um eine Ecke bog und unerwartet vor Paula stand 😀 . Und einmal war erbostes Entenquaken, ich habe den Verdacht, Paula wollte an Pünktchen schnüffeln). Und sehr zufriedene Entchen, die sich vorher von ihrem Pool zurückgezogen hatten, weil hier die Hähne illegal herumeierten.

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To-do-Liste einer Ente, Teil 2

Ganz wichtig für eine Ente: immer die Übersicht behalten.
Diese angebliche Angst, von Enten beobachtet zu werden, kommt vielleicht daher, weil die Kerlchen dauernd was beobachten.

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Herr Entchen hat alles im Blick

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Frau Entchen sowieso, sie ist eine sehr aufmerksame Ente

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…da ist doch was Spannendes..?

Verfolgung aufnehmen

Verfolgung aufnehmen

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„Ich krieg Dich, Schnecke!“

...gewisse Ähnlichkeiten mit Plüschtieren und Comicfiguren sind rein zufällig...

…gewisse Ähnlichkeiten mit Plüschtieren und Comicfiguren sind rein zufällig…

...aber nicht völlig auszuschließen.

…aber nicht völlig auszuschließen.

Mit Ton ist das alles natürlich noch wesentlich witziger, aber um die Videobearbeitung wieder zum Laufen zu kriegen, muß der ganze Rechner plattgemacht werden, und das schiebe ich momentan vor mir her wie Zahnarztbesuche, Steuererklärung und ähnlich nette Sachen.