Fettnäpfchen

Mein Nachbar ist krank, weshalb ich auch die Nacht-und-Nebel-Hunderunde übernehme. Das ist immer ziemlich spannend, weil sich alles, was 4 Pfoten hat, auf den selben Wegen drängelt (Wald ist z. Zt. Wattwanderung) und auch zur selben Uhrzeit unterwegs ist. Jetzt nach dem Sauwetter habe ich mehr Begegnugsverkehr als im ganzen Sommer.

Der Witz ist, daß man selten rechtzeitig sieht, ob jetzt Freund oder Feind kommt (da ich einen Herrn und eine Dame dabei habe, ist so ziemlich jeder Freund UND Feind, ich kann mich fast nie mit jemandem unterhalten), weshalb auch Paula an der Leine bleiben muß – bei meiner ersten Aktion dieser Art hatte ich sie – wegen dem Kuddelmuddel mit 2 Leinen, 2 Händen und einer Taschenlampe- laufenlassen und festgestellt, daß schwarzer Hund und schwache Taschenlampe eine blöde Kombination ist. Sie trödelte fröhlich außerhalb meiner Sichtweite rum und als der Fall X eintrat, war ich noch mit Paula sichern beschäftigt, während Toppsi an der Laufleine losstürmte und in der allgemeinen Verwirrung hatte ich dann die Taschenlampe angemacht, statt bei der Laufleine auf die Bremse zu drücken.

Zum Glück hatte die „Gegenpartei“ ausreichend Humor und wartete, bis wir uns entwurschtelt hatten.

Heute verbesserte Version: beide Hunde an der Strippe und auf dem Kopf mein „optoelektronisches Meisterwerk“ (so stand´s auf der Packung und ich bleibe hartnäckig bei dieser Anrede), die Stirnlampe von der Tunnelbaustelle. Das war deutlich entspannter. An einem Hund kamen wir relativ zivilisiert vorbei (wenn irgendjemand das Geheimnis weiß, warum manche Hunde „genehm“ sind und andere nicht, verratet es mir bitte), einen habe ich großräumig umgangen, nur hat die Dame mich ausgetrickst und kam mir auf dem Rückweg entgegen.

Frau mit Kinderwagen und hinter einem geparkten Auto kam ein kleiner Hund Modell „Teppichratte“ herausgeschossen. Frauchen reagierte in keinster Weise, Paula umso ungehaltener, und als ich sie wegziehe, rutscht mir ein „Du kriegst doch gleich Abendessen“ raus.

Gut, die Dame hatte es sowieso nicht nötig zu grüßen, aber Freunde werden wir vermutlich nicht mehr…

Zweimal Hotdog

Gestern gab es wenig Auswahl bei der Streckenplanung, wären wir durch die Felder gegangen, hätte Paula noch vorwurfsvoller geschaut, als sie es bei den Temperaturen gestern sowieso schon tat.
Ähnlich wie bei den Hühnern bin ich offensichtlich für witterungsbedingtes Ungemach direkt verantwortlich.
Wobei sie die Wärme aber wirklich nicht witzig findet, sogar der Anschiß für die Fönwellen-Barbiehunde fiel deutlich gedämpfter aus.
Im Wald angekommen, war die Welt wieder halbwegs in Ordnung.
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Wie ich erst noch lernen mußte, sind Hunde fast so unkooperativ beim Fotografieren wie Hühner. Der lahme Miniknipsfotoapparat machte die Sache nicht unbedingt einfacher, aber wenn man schon alle paar Schritte zwei Leinen entwirren muß, hat man wenig Bedarf für eine Spiegelreflex um den Hals. Das muß ich nochmal irgendwie optimieren.
Aber die Beine sind doch total witzig, oder?

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Toppsi ist noch schwieriger zu dokumentieren, die meiste Zeit sieht man nur sein kleines Heck am äußersten Ende der Laufleine.

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Grau geworden, aber kein bißchen Altersweisheit in Sicht.
Gestern hat er beinahe zwei turtelnde Zitronenfalter erlegt – Gottseidank waren die noch aufmerksam genug und haben ihre Flughöhe angepaßt, als er loshopste und nach ihnen schnappte.

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Bißchen Landschaft haben wir auch noch im Angebot:

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Und einmal wassergekühltes Hundetier:

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