Kakadu Coco aus Uckersdorf

Wie ich gerade beim Blick auf die Seite vom Vogelpark Uckersdorf feststellen muß, wird die geplante Reportage ein Nachruf, Coco, der Jopi Heesters unter den Kakadus, ist vor ein paar Tagen gestorben.
Durch eine Fehlprägung in jungen Jahren konnte er mit anderen Vögel nichts anfangen und ließ sich stattdessen gerne kraulen. Phase 1: er sitzt auf seinem Parkplatz und erinnert mich sehr an die Omi, die hier mal unter dem Vorwand des Eierkaufens klingelte und dann den herzallerliebsten Schatz mit dem regelmäßig geseufzten „ich bin ja allein“ in ein ziemlich ausführliches Gespräch verwickelte.
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Der herzallerliebste Schatz läßt sich natürlich nicht lange bitten und krault pflichtgemäß.

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Jetzt kann man ja nicht nonstop kraulen – irgendwann wagte es der herzallerliebste Schatz, die Serviceleistungen einzustellen. Zu unsrerer Verblüffung fing Coco dann an zu schnalzen – wer sagt denn, daß immer der Mensch den Vogel anlocken muß? Klappt auch umgekehrt!

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Beim nächsten Kraulstopp machte er dann lustige Töne.
Gerade, als wir weitergehen wollten, kam die Ablösung: ein Grüppchen von Leuten.
Coco hatte offenbar ein eingebautes Zählwerk – mehr als 5 Personen: Showtime!

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Wenn nur genug Publikum da war, kam er auf Betriebstemperatur. Einmal hatten wir auch gemütlich mit ihm gekuschelt, und als wir weitergingen, marschierte er für die nächsten Besucher auf der Lehne seiner Bank hin und her, stellte den Kamm, machte Verbeugungen und überhaupt eine Riesenshow, er hielt regelrecht Hof. Nur Autogramme geben klappte nicht.

Ich habe noch ein kurzes Filmchen mit ihm gefunden:

Im Park gibt es seit diesem Jahr noch ein junges Kakadupärchen, die stelle ich euch demnächst vor.