Der Entenschutzschirm

(und bevor jemand -besonders die Facebookleute, von denen einige anscheinend die Fähigkeit für Lesen + Kopfkino verloren haben- wegen Video heult: nein, bei manchen Sachen heißt es einfach nur: nicht bewegen und zuschauen)

Inzwischen trauen sich die Herren Sittiche näher an das gemeingefährliche Entchen ran.

Wobei Großmaul Sherlock wesentlich vorsichtiger ist und Flederli sich anscheinend brennend für das merkwürdige Objekt interessiert. Selbst als der Giftzwerg mit wild schnappendem Plastiklöffel hinter ihm her pattpattete, ist er nur einen Gang schneller gehüpft und nicht geflogen – Panik sieht anders aus.

Dann entdeckte das Entchen den im Käfig liegenden Stangensellerie. Bei dem ist das Mittelteil weitergewachsen, so daß das Ding jetzt als eine Art Selleriepalme im Käfig steht.

Entchen versuchte, mit seinem Schnabel an den Blättern was zu erreichen, kam aber nicht weit.

Flederli ist der absolute Blätterfetischist, hopste natürlich auch gleich hin und wurde vom Giftzwerg angemessen bedroht. Es entwickelte sich eine Art Kreisverkehr um den Sellerie, Flederli weigerte sich, das Feld zu räumen.

Irgendwann haben sie dann tatsächlich jeder auf einer Seite des Selleries geparkt und an den Blättern geschnäbelt.

Entchen ging dann in Parkposition, Flederli war im Selleriehimmel, und Sherlock klemmte oben auf der Volierentür und äugte grimmig runter.

Und ich habe den dringenden Verdacht, daß Flederli die Ente als Geheimwaffe gegen Oberneidhammel Sherlock eingesetzt hat – normal darf er nie irgendwas in Ruhe fressen, sofort kommt der grüne Racheengel angezischt.

Kletterbaum

Am Sonntag war hier Federvieh-Erfreuungstag. Die Entchen bekamen neues Wasser und die Sittichs einen Zwetschenbaum.

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Sherlock stürzte sich im Wortsinn darauf – er wollte auf einem Zweiglein landen und wurde wegen Überschreitung des zulässigen Gesamtgewichtes abgeworfen (Zwetschentragfähigkeit schafft halt keine landende Mandarine). Danach war er erstmal skeptisch und umkreiste das Bäumchen von vertrauenswürdigem Untergrund aus.

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Lilly ging gleich ans Werk – 30 Gramm können einen entscheidenden Unterschied machen.

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Einen „Plumpsvorfall“ gab es aber auch:

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„Warum fliegen, wenn ich auch laufen kann“

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Den Rest des Tages hatte ich hier glücklich knipsende Sittiche, die ersten Zweige sind schon geschält.

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Der van-Gogh-Sittich

Am Donnerstag war ich mit dem Lillyvogel in der Vogelklinik in Gießen zwecks Untersuchung. Sie ist ja generell nicht sehr gesprächig, aber als ich ihr letztens den Diebstahl meiner Thunfischnudeln untersagte, hat sie sich aufgeregt und wollte schimpfen, bekam aber keinen Ton heraus. Außerdem hörte ich sie leise schniefen, wenn sie auf meiner Schulter saß.

Also Vögelchen abgehört, Atemgeräusch bestätigt, dann Röntgen, dabei fand sich keine eindeutige Ursache, aber Kalkablagerungen in der Aorta. Jetzt soll sie 3 Monate lang morgens und abends ein Medikament bekommen.

Frau Vögelchen ist natürlich nur bedingt begeistert – zwar ist sie gnadenlos bestechlich und mit etwas Zeit könnte ich sie vermutlich davon überzeugen, erst an der Spritze zu nuckeln, um dann einen Sonnenblumenkern zu bekommen. Momentan muß ich sie dafür noch festhalten und das mag sie nicht.

Als streßfreie Lösung will ich jetzt Pelletfutter testen und so ein Futterklümpchen in der Medizin einweichen. Anscheinend schneckt das Zeug nicht allzu widerwärtig, wenn ich es erstmal in Schnabel getropft habe, hat sie es zumindest nicht rausgeschüttelt. Die Sache könnte also funktionieren.

Nach dem Motto „wenn wir schonmal da sind, werden alle Möglichkeiten genutzt“ wurden auch noch Abstriche von Kropf und Heck genommen, weil Vögelchen übers Futter gerne mal Pilzinfektionen bekommen.

Dabei hat der Tierarzt bemerkt, daß Lillys rechtes Ohr (ist versteckt unter dem roten Strich) mit einem Blutklümpchen verstopft und geschwollen war. Den Kram wieder freizubekommen fand sie dann NICHT witzig, und da es bei der Aktion nochmal geblutet hat, war der arme Vogel danach fix und fertig und sieht entsprechend abenteuerlich aus.

Jetzt muß ich sie eine Woche lang morgens pflücken und das Öhrchen mit Salbe einschmieren.

Der Sonnenblumenkernverbrauch im Hause Spottdrossel ist zur Zeit recht hoch…

Am Freitag war sie noch ziemlich k.o., abends ist sie aber wieder rumgehüpft. Sherlock sieht natürlich nur, daß sie -seiner Meinung nach- laufend Geschenke bekommt, die Mißhandlungen vorher ignoriert er dezent.

Kommunikation

Heute morgen schaue ich in die Küche, Sittichs hopsen schon durch die Landschaft – „Guten Morgen, ihr Kleinen!“

Sherlock antwortet mit einem sehr lauten, quengeligen „eee -e!!!“

„Was denn – sitzt sie wieder im Essen?“

„Ja“, piepst er kläglich.

Lilly hat hier fast komplett das Regiment übernommen, ihn haben die Hormone am Wickel, er piepst, quatscht, quiekst und scheppert und schaut sie zwischendurch ratlos an.

Wenn sein Unterhaltungsprogramm Erfolg hat und sie auffordernd wippt, kriegt er Panik.

Sie nutzt seine derzeitige Verwirrung, um sich gnadenlos überall die besten Häppchen zu ergeiern – und sieht dabei ziemlich frech und wohlgelaunt aus. Wenn er sich nähert, saust sie mit aufgesperrtem Schnäbelchen los und schlägt ihn in die Flucht.

Uns erzählt er dann, wie schwierig das Leben im Allgemeinen und Besonderen so ist.

Ist schon nicht leicht mit den Frühlingsgefühlen.

(Fotoversuch badende Enten: 1:0 für die Entchen, die Schmutzfinken haben anscheinend nur Schnellreinigung gemacht)

Sittich als Haushaltshilfe

Wir hatten die Kleinen schon fast erfolgreich mit Abendkörnchen eingeparkt, da mußte Sherlock nochmal stinkstiefeln.
Lilly flüchtete – und entdeckte im Geschirrspüler einen neuen Abenteuerspielplatz.

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Lage peilen auf dem Besteckkorb

Wo gibt´s noch was zum züngeln?

Wo gibt´s noch was zum züngeln?

Sorgfältige Tellerrandreinigung

Sorgfältige Tellerrandreinigung

Ein paar Balanceübungen...

Ein paar Balanceübungen…

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Gibt´s vielleicht im Obergeschoß noch was spannendes..?

...und los geht´s.

…und los geht´s.

Forschungssittich on Tour

Forschungssittich on Tour

"ICH soll da rauskommen, weil ich wegen Messern hier drin nichts verloren habe?!!"

„ICH soll da rauskommen, weil ich wegen Messern hier drin nichts verloren habe?!!“

Wegen Uneinsichtigkeit: der lange Arm des Gesetzes

Wegen Uneinsichtigkeit: der lange Arm des Gesetzes

"Spielverderber!!!"

„Spielverderber!!!“