Über

  • …die Spottdrossel: Baujahr 74, komplett immun gegen Schuh- oder Handtaschensonderangebote, dafür extrem gefährdet in Buchläden oder bei Amazon-Empfehlungen
  • … die Mitbewohner: 1 herzallerliebster Schatz, 2 freche Ziegensittiche, diverse Hühner
  • … das Nest: rustikal, was die Haustechnik angeht, dafür ein Palast von der Größe her (wir unterteilen tatsächlich in West- und Ostflügel), am nördlichen Rand des Vogelsbergkreises
  • … der Garten: groß, naturnah/verwildert; Übergang fließend bzw. wechselt je nach Tagesform oder Jahreszeit. Buchsbaumfreie Zone, dafür mit Blindschleiche „Schleichi“ und Eidechse „Günther“ & Familie
  • … diesen Blog: „Landlust“ & Co. sind wirklich nett. Aber man kann auch ohne shabby-chic, künstlicher Patina und jeder Menge Deko-Schrott existieren. Und hat trotzdem eigenes Gemüse und frische Eier.

17 Kommentare zu “Über

  1. ich kenne die Greensmileys auch, muss mal testen ob man die hier nicht verwenden kann hab das noch nie gemacht. die gelben hatte ich ja mal alle aufgelistet
    HATTE

  2. Zitat: „immun gegen Schuh- oder Handtaschensonderangebote“

    Suuuuuper !!! Unterschreibe ich mit!

    Die Hühner oben sind sooooo toll (kuschelig an den Federschinken) die könnte ich glatt mit auf die Couch nehmen.

    • Der herzallerliebste Schatz unterstellt mir regelmäßig, daß ich während seiner Abwesenheit Mädelsabende mit Huhn veranstalte – so mit Gurkenmaske, Prosecco und Frauenfilmen… Die dicken Fluffels machen auch ganz drollige Töne 😀 .

  3. Das mit dem Shabby ist ja so eine Sache. Ich leb das seit 20 Jahren, und die Meisten verstehen das leider falsch. Eben als Wohnstil. Ich sehe es da ursprünglicher und als Livestil. Shabby entstand in den Achtzigern nämlich als eben dies. Als Gegenbewegung gegen den Wahnsinn alles teuer haben zu müssen. Aus Nichts etwas Brauchbares machen. Ehe man es dann leider als Kommerzmöglichkeit entdeckte, und den eigentlichen Sinn dahinter vergaß. Stichwort upcycling, denn genau das ist der Ursprung: Weg vom Kommerz und aus den Dingen etwas machen, die andere Wegschmeißen.
    Mir selbst geht der anhaltende Shabbyhipe auch gehörig auf den Geist, weil es weit weg vom eigentlichen Gedanken ist. Egal wo man guckt, kommerzialisiertes Shabby. Egal in welches Geschäft man geht – Shabby-Deko, frisch aus der Fabrik. Sowas jibbet bei mir nicht. Bei mir heißt es: weniger ist mehr und ich hab nur das, was ich auch brauche/benutze. Deko hab ich auch. Klar, aber das reduziert sich auf ansehnliche Kerzenständer. Hier heißt es aber auch Kerzenlicht, statt Elektrisches.
    Ich lebe auf buchstäblichen Sperrmüll. Weil ich es will. Weil ich Shabby im Sinne des Erfinders sehe, und Shabby hat nichts mit der Farbe Weiß zu tun. Auch das wurde irgendwann daraus gemacht. Ich male nichts an, was auch in dem Zustand schön ist, in dem ich es vom Müll zog. Künstliche Patina? Bisweilen, ja. Um Dinge zu integrieren, weil es dann manchmal besser passt. Das ist eben mein Shabby. Nicht nur wirklich versuchen Kommerz zu vermeiden, sondern eben auch was Schönes draus zu machen. Dabei ist für mich das Arbeiten an den Teilen das Schönste dabei. Dass das Meiste bei mir dann am Ende auch weiß wird … Kennst du ’snoezelen‘. Ne? Guckst du hier http://de.m.wikipedia.org/wiki/Snoezelen. Das farblich reduzierte hat in der Tat eine therapeutisch entspannende Wirkung. Bei mir ist es eben die Kombi aus weiß, respektive hellen Farben und Kerzenlicht.
    So, und nun hoffe ich, deine Meinung etwas nivellieren zu können 😉

    • *Grins* Ja, es war hauptsächlich der Hype um künstlich auf alt getrimmtes Zeug, der mich genervt hat.
      Mit einer Muskatreibe über einen wehrlosen Bilderrahmen herfallen? Was soll das bringen?
      Erinnert mich an Billig-Jeansjacken, wo die „Used-Look“-Stellen direkt auf der Brust sitzen. Was bitte, muß frau tun, damit sich eine Jeansjacke an der Brust abreibt..?
      Auch erschließt es sich mir nicht, warum frau irgendwelche Fahrräder, Kloschüsseln oder sonstwas in ihren Garten stellen und bewachsen lassen soll. Was ist daran denn kreativ? Bei mir wächst das ganz von selber ein, allerdings meistens nicht unter kontrollierten Bedingungen…
      Mit den Farbtrends ist das, glaube ich, wie bei einer Schaukel. Nach einem Extrem schlägt es aus in die andere Richtung.
      Nach den dunklen Möbeln unserer Urgroßeltern kam der Overkill in den Siebzigern, und wenn man das vor Augen hat, kann man sich auch die Holzoptik der 80er erklären – die Netzhaut mußte sich halt wieder erholen.
      Vor paar Jahren war dieses seltsame, stumpfe Graubraun total in, ich hab mir da Küchen angesehen und konnte mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie man in diesem tristen Umfeld gemütlich sitzen kann.
      Und schwupps, kommt jetzt Weiß.
      Wenn´s der Raum verträgt, dürfen es bei mir gerne kräftige gute-Laune-Farben sein.
      Mal sehen, wenn die Weiß-Welle verebbt ist – vielleicht bin ich dann sogar Trendsetter 😉 .

      • Was sind Farbtrends? 😉
        Ich mach das quasi schon immer so, mit den Möbeln. Einziger Unterschied zu derzeit: Bislang waren die Wände hinter den weißen Möbel bunt. Hier war nun alles frisch geweißt, darum habe ich es erstmal gelassen. Erstmal.
        Was auch in soweit praktisch ist, als dass es mein Minihaus wirklich größer wirken lässt als es ist. Dazu muss ich aber auch sagen, dass ich Möbel nicht zwangsläufig weiß lackiere. Ich habe auch einen blauen und einen türkisfarbenen Schrank. Ich echt! Teilweise bleiben die auch unlackiert.
        Trends generell finde ich nervig. Egal ob es Inventar oder Kleidung betrifft. Wie ich diese Konsumgeilheit (unter die shabby leider mittlerweile fällt) nervig finde. Was ich habe, habe ich. Seit ewigen Jahren und sicher werde ich irgendwann in irgendeinem meiner Schränke eingeäschert werden 😉

        • Das Schlimmste an diesen Trends ist, wenn man gerade Möbel braucht und das aktuelle Angebot leider scheußlich ist…
          Auf mein erstes Sofa mußte ich 1 Jahr warten, weil damals gerade alle Sofas merkwürdig buntgescheckt waren, und gescheckt dürfen bei mir Kühe, Schweine, Pferde und Vögel sein, aber bitte nicht die Couch 😀 .

  4. hm…shabby stil ist eigentlich total out. Es war einmal vor einigen Jahren sehr beliebt. ich konnte mich nicht dafür begeistern. Auch nicht für sinnloses Schnick-Schnack wie Herzen, Puppen, Sprüche an den Wänden wie „wenn das Leben nur Zitronen bringt, mach daraus limonade“ Oder:“Don´t worry, be happy“ und andere. Menge Kitsch zum Weihnachten allerdings finde ich angebracht. Ich habe sogar einen Engel, der leuchtet*schäm*. Blümchen Tapete oder Blümchen Muster kann sehr wohl in einem englischen Haus aussehen, weil die briten gut damit umgehen können. Hierzulande hat man kein gutes Händchen dafür, leider. ich habe es nicht einmal versucht und lasse es lieber sein. Inzwischen habe ich fast die gesamte Einrichtung verschenkt / entsorgt /verkauft. Muss alles von vorne anfangen. Ohne Sprüche wie „keep calm and carry on“ „Ruhig bleiben und weitermachen“. Es wird Zeit für das neue. Ohne Laura Ashley Kleider*:-)

  5. HA! Musste bei dem letzten Punkt laut auflachen. Komme ja aus einer Familie, in der man schon immer kompostierte, Pilze sammelte, Marmelade einkochte, Moos zum basteln aus dem Wald klaute. Wo Clogs nun mal das sind was man trägt, wenn man eben schnell Äpfel auf der Hühner-Wiese einsammel wollte…Ganz ohne Heißklebepistole und „used-look“.
    Finde deinen Blog und deine Tierfotos ganz zauberhaft!

  6. Ich habe eigentlich nur etwas über Cochins gesucht und bin irgendwann hier gelandet. Nun, habe dann irgendwie alles gelesen und mich wirklich amüsiert! Danke für die kurzweilige Zeit die ich hier verbringen durfte. Mit freundlichen Grüßen Stephan

    • Oh, schade, daß die Jugendsünden der Cochins im alten Blog standen – muß ich mal rüberkopieren. Allerdings fielen die Vorkommnisse überwiegend in die Rubrik „süß und fluffig“, kriminelle Energie haben sie ja kaum, im Gegensatz zu den restlichen Mitbewohnern.

  7. Hallo Spottdrossel!

    Ich hab dich über einen Eintrag zu einem Erdkeller gefunden:
    „Die Eltern meiner Freundin hatten eine große Terrasse angebaut und darunter entstand der „kalte Keller“. War quasi zweifach eine gute Idee.“

    Nachdem mir auch so etwas vorschwebt hab ich mich auf die Suche gemacht. Kannst du mir dazu näheres sagen (Größe, wie tief drinnen, etc.)
    Also bei mir würde ein Teil unter der Terrasse liegen und vermutlich ein Teil unter der anschließenden Wiese (alles Eben, kein Hang).
    Das ist dann auch das Problem: Der Zugang! Falltüre?! Lift ;-)?!

    Wäre toll wenn du da Infos geben könntest

    LG Ronald

    • Hi, grüß Dich,
      das betreffende Haus ist inzwischen verkauft und es ist schon eine Weile her, aber der Zugang war von innen – also vom schon bestehenden Keller her. Die Terrasse war eher großzügig bemessen – Grundfläche etwa wie ein vollwertiger Raum. Tiefe war normale Raumhöhe, es war allerdings kein Erdkeller, sondern handelsüblich gemauert/betoniert.
      Wenn Du keinen bestehenden Keller zur Anbindung hast, würde ich jetzt tatsächlich zu dieser alten Variante „Falltüre mit Treppe drunter“ tendieren, ansonsten hättest Du ja vermutlich bei einer Außen-Kellertreppe keinen Abfluß für Regenwasser? Nach jedem Starkregen tauchen zu müssen, um ans Essen zu kommen, wäre bißchen blöd 😉 .

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