Ziegensittich-Chronik

Selbstverständlich sollte man Tiere nicht spontan kaufen.

Aber sind mehrere Baumarktbesuche plus Internetrecherche noch spontan?

Fakt ist, geplant waren die kleinen Kerlchen nicht.

Nur hatten wir ein paar Öfen anzuschließen, mußten mehrmals Material nachholen und der neue Baumarkt hatte eine Zooabteilung, wo wir zwecks Entspannung vorbeigingen.

Und da saß ein kleiner, bunter Vogel an der Scheibe, sah stinkneugierig aus und stützte sich mit seinem rosa Füßchen am Fenster ab, als wollte er nach uns greifen.

Irgendwann merkten wir, daß es immer der selbe Kollege war, der Kontakt suchte, und einmal hatte er es so eilig, ans Fenster zu kommen, daß ein im Weg sitzendes Ziertäubchen an den Schwanzfedern gegriffen und aus dem Weg geräumt wurde – sehr charmant! Wir lachten uns kaputt.

Also wurde im Internet geforscht, was es mit Ziegensittichen so auf sich hat, bisher hatten wir nie was davon gehört. Da die Kameraden auch in Außenvolieren gehalten werden können, waren sie für unseren Eispalast geeignet, also wurde überlegt, wo sie wohnen könnten. Da blieb dann nur die Küche, alle anderen Räume waren entweder unbeheizt oder zu dunkel und im Wohnzimmer war außer fehlendem Tageslicht auch noch der Holzherd, der sich mit kleinen Vogelfüßchen nicht verträgt.

Nach munterem messen und Möbel rücken hatten wir dann ein ordentliches Stück Küche abgezwackt und durften wieder in den Baumarkt flitzen – diesmal, um Material für die Voliere zu kaufen.

Außerdem hatten wir Bedenken, daß während der Bastelei jemand „unseren“ Vogel wegschnappt, weshalb wir dann Herrn Vögelchen reserviert haben.

Eine Dame brauchte er selbstverständlich auch. Und beide brauchen einen Namen. Aber bitte nicht 08/15 wie Polly oder Bubi, das geht ja gar nicht…

Sie sind stinkneugierig, haben wir gelesen, und untersuchen alles. So kam ich dann auf Sherlock und Miß Marple.

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Sherlock

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Miß Marple

Das war im November 2010.

Im März 2012 ist Miß Marple gestorben, woran es lag, wissen wir nicht, äußerlich sah sie fit aus, hatte aber -wie wir mit unserem heutigen Erfahrungsstand wissen- viel zu viel Hunger, ohne dabei irgendwie zuzunehmen.

Sherlock war untröstlich und teilte das lautstark mit.

Trauerfall

(Blogbeitrag vom 01.03.2012)

Schreck in der Morgenstunde, als ich in die Küche kam, saß (oder lag) Miß Marple mit abgespreizten Flügeln auf dem Boden und sah aus wie diese „nicht-gegen-die-Scheibe-fliegen“-Aufkleber. Aber sie atmete und blinzelte.
Da das Lachshühnchen letztes Jahr beim Eierlegen auch aussah wie ein Bettvorleger, wollte ich erstmal nicht stören und behielt die Sache unter Beobachtung.
Sherlock bewies da weniger Taktgefühl, irgendwie wurden die beiden sich uneinig, ich hörte ein Quäken von ihr und fand sie als klägliches Häufchen Unglück halb hinterm Baumstamm.
Was jetzt?
Erstmal Nudelsieb mit Küchenhandtuch gepolstert und die Handvoll Vogel da reinverfrachtet, Tierarztsprechzeiten? Natürlich jetzt grade nicht.
Trotzdem angerufen, ob klägliche, kleine Vögel Sonderrechte bekommen.
Eine Stunde muß sie noch durchhalten, dann ist er wieder da.
Jetzt war ich also statt mit großem Huhn mit kleinem Vogel da, sie bekam eine Aufbauspritze und wir wenig Hoffnung gemacht, sie war schon sehr schlapp.
Zuhause dann ein aufgeregt scheppernder Sherlock – der arme Kerl probierte zwischenzeitlich seine gesamte Tonleiter aus, um sie irgendwie hervorzulocken- und Miß Marple bekam unter der Wärmelampe ein Nest gebaut.
Hat aber nicht mehr gereicht, grade, als ich ihr eine Kuschelsocke als Zudecke bringen wollte, atmete sie nicht mehr.
Statt angemessener Trauerzeit müssen wir jetzt schnellstmöglich eine neue Dame auftreiben, Sherlock zischt wie ein grün-gelber Pingpongball im Käfig herum und scheppert, was das Zeug hält.

Vögelchen, klein, grün, noch ohne Namen

(Blogbeitrag vom 02.03.2012)

Die Operation „Sittich sucht Frau“ konnte gestern erfolgreich abgeschlossen werden. Nach meiner Anfrage über die Website kam um 14 Uhr der Rückruf vom Züchter, er hätte einige Mädels da.
Wir fuhren dann wohin, wo es erheblich tschilpte, und hatten auch noch Glück, weil sich zwischen den vielen gelben Sittichdamen noch jemand Grünes versteckte. Die nur-gelben finden wir nicht so hübsch, es irritiert mich einfach, wenn da eine Art Banane an mir vorbeifliegt.
Frau Vögelchen wurde verhaftet und in einen rosa Reisekarton gesetzt, wir durften noch einen sehr schicken rosa Kakadu besichtigen, dann ging es ab Richtung Heimat.
Auf halber Strecke wurde Frau Vögelchen ernsthaft ungnädig, der herzallerliebste Schatz, der die Schachtel hielt, meldete Trippeln, Karton-annagen und erbostes Hüpfen.
Scheint ja eine recht energische, junge Dame zu sein…
Zuhause nichts Neues, Sherlock schepperte weiter fassungslos bei voller Lautstärke und war weitgehend untröstlich. Während er mal in der Küche rumzischen durfte (mittags war sein Ausflug gestrichen, weil er in seinem aufgedrehten Zustand bestimmt nicht mehr in den Käfig gegangen wäre) und der herzallerliebste Schatz Futter und Wasser auffüllte, schnippelte ich ein Guckfenster in das Schächtelchen der Sittichdame, damit die beiden mal telefonieren können.
Kaum tauchte ihr neugieriges Auge am Guckloch auf, schaltet Sherlock von Alarmmodus auf vorsichtigen Neugierbetrieb um – eine Wohltat für die Ohren!
Er hopste wie von uns erhofft hinter dem Karton her in den Käfig, die Schachtel war inzwischen so bearbeitet, daß Frau Sittich rausmarschieren kann, wenn sie das möchte.
Ziemlich schnell entschied sie sich für einen Ausflug, und wir konnten sie endlich in Ruhe besichtigen – sie ist noch ziemlich klein, hat paar gelbe Federchen am Kopf, die Brust ist momentan gelbgrün, ich vermute, die wird nach ein paarmal Mausern gelb werden. Die Schwungfedern sind auch gelb.
Als ob überhaupt nichts wäre, besichtigt sie der Reihe nach sämtliche Attraktionen, die der Käfig so zu bieten hat, und, große Überraschung: sie landet LAUTLOS am Gitter – nicht so wie Sherlock, der immer mit spektakulärem DÖNKKK!!! andockt.
Der war immer noch reichlich verwirrt und hatte zwischenzeitlich ein „Sie haben mich BESCHISSE-E-E-E-N!!!“-Gezeter gestartet. Das Mäuschen hatte bisher buchstäblich noch keinen Pieps gesagt und wir waren langsam ziemlich gespannt.
Einmal hatte ich gesehen, daß sich die Federchen an ihrer Kehle bewegt hatten, aber dank Sherlock kam sie ja auch nicht zu Wort.
Auch der muß irgendwann mal Luft holen, und Frau Vögelchen nutzte ihre Chance:
„Mehehehe!“
Wir haben uns gekringelt. Sie MECKERT! Als hätten wir eine kleine Ziege in der Küche – zum totlachen. Dazu noch in einer sehr damenhaften, gedämpften Lautstärke.
Den Rest des Tages wechselte Sherlock zwischen Empörung und Ratlosigkeit, ab und zu nähert er sich auch mal vorsichtig der jungen Dame, saust dann aber wieder weg, wenn sie nähertrippelt. Beide waren verständlicherweise früh müde, wie sich herausstellte, hat Frau Vögelchen einen festen Schlaf, selbst wenn man abends nochmal in die Küche geht, bleibt das Köpfchen im Gefieder versteckt.
Heute Morgen konnten wir sie nach ihrem ersten Ausflug streßfrei zurück in den Käfig locken, Sherlock ist immer noch verwirrt (und wir deshalb fast taub), Frau Vögelchen hat sich momentan dafür entschieden, ihn als so eine Art Unterhaltungsprogramm zu sehen: sie hat sich auf dem einzigen Sitzplatz geparkt, den er bei einer Zwischenlandung nicht in Schwingungen versetzen kann, und schaut ihm wie beim Tennisspielen hinterher, wenn er im Käfig rumzischt: rechts – links – hoch – runter – und wieder rechts…
Wenn er sich mal für einen Moment beruhigt, besucht er sie ab und zu, besteht aber auf einen Mindestabstand.
Ich hoffe jetzt, daß er sich langsam mit der Sache abfindet, sonst sind wir demnächst taub und Frau Vögelchen reif für den Sittichpsychologen „Herr Doktor, er beachtet mich nicht, und dauernd motzt er rum, dabei habe ich gar nix gemacht…“
Jetzt müssen wir noch einen Namen für die Kleine finden, mein erster Einfall, Me -he -hechthild wurde verständlicherweise verworfen.

Grüne Partnervermittlung

(05.03.2012)

Langsam wird es besser.
Sherlock ist immer noch sehr leicht aus seinem seelischen Gleichgewicht zu bringen, aber die Abschnitte, wo er nicht dauerscheppert und hysterisch herumzischt, werden länger – zum Glück für alle Beteiligten.
Der noch namenlose kleine Mausevogel denkt jetzt natürlich, dieses Verhalten wäre erwünscht, und sie versucht, ihn nachzumachen. Seine Lautstärke schafft sie gottseidank nicht mal annähernd, und auch seine Tonleiter trifft sie nicht so ganz – sie erinnert mich an den kleinen Thermodrucker, den wir bei einem Prüfgerät dabei hatten, der druckte so eine Art Kassenzettel mit dem Ergebnis aus.
Wenn Sherlock jetzt erbost „Egegeggeck!!!!“ macht, bekommt er von ihr eine akustische Quittung: „drrrt“.
Dank diesem Echo ist sein Protest irgendwie nur noch halb so beeindruckend.
Die kleine Maus ist ziemlich pfiffig, Sachen, bei denen wir hier eine Woche Sittichpädagogik brauchten, kapiert sie auf Anhieb, sie fliegt sehr elegant (ist halt Rush-hour gewöhnt), nur im Freizeitverhalten ist sie grundverschieden.
Ausflüge aus der Voliere raus kennt sie natürlich nicht, deshalb hat sie auch noch nicht rausgefunden, was man in so einer Küche alles anstellen kann. Stattdessen sitzt sie gerne am Fenster und kommentiert die Außenwelt: „drrrrt“.
Dramatisch wurde es in den letzten zwei Tagen, wenn dann die Voliere wieder zu war – sie hat dann herzzerreißend mit ihrem Füßchen am Gitter entlanggetastet, wo es denn bitte raus geht, und überprüfte die Eckverbindung auf Schwachstellen. Die Nummer mit dem armen Knastvögelchen hat sie echt gut drauf, ich würde sie nie mit einem Akkuschrauber alleine lassen.
Während Sherlock am Freitag noch panisch rumzischte und anscheinend nur ab und zu mal merkte „huch, da ist ein kleiner Vogel?!“, wandelte sich das in ein „Hilfe, da ist ein kleiner Vogel!“ (unser großer Held hat ja auch Angst vor Schwalben) und abends setzte er sich dann zu ihr und hat ihr bißchen was vorgequatscht.
Anscheinend war es nicht sehr spannend, ihr fielen dabei die Äuglein zu.
Seit Samstag hat er sie zumindest als weibliches und nicht bedrohliches Wesen registriert, näherte sich auch mit wilden Verbeugungen, wir dachten, Erfolg auf der ganzen Linie, und was macht der Depp?
Entdeckt beim Verbeugen ihren noch schön neu glänzenden Ring, angelt danach und zieht so der armen Frau Vögelchen mit Schwung das Bein weg.
Ich glaube nicht, daß es irgendwo in der Vogelwelt ein Balzritual gibt, wo die Dame sich freut, wenn sie von der Sitzstange gekegelt wird…
Jetzt müssen wir halt abwarten. Er setzt sich gerne zu ihr, sie läßt sich zum Glück von seinem überdrehten Zustand nicht anstecken, zwischendurch sind sie auch schon gemeinsam irgendwelchen Sittichgeschäften nachgegangen, aber das übliche Ritual, bei dem der große, mächtige Hahn was Tolles findet, dann die Dame anlockt und sie dann mit leckeren, hochgewürgten Häppchen füttert, das klappt noch nicht.
Sein Erkundungsmodus ist noch von Hektik überlagert, und wenn er sie füttern will, bricht er immer im letzten Moment ab, weshalb sie heute morgen auch beschloß „wenn der nicht weiß, was er will, putze ich mich halt weiter.“ Vor allem hoffe ich, daß er bald mal ihren blöden Ring in Ruhe läßt, er rupft nicht grade zartfühlend und so ein Vogelbeinchen ist ja grade mal ein Zahnstocher. Den Ring irgendwie mattieren geht auch nicht, dazu müßte man (= ich!!!) sie pflücken und das wollen wir vermeiden, sie ist grade so weit, daß sie erste Besuche am Küchentisch macht.
Namensvorschläge, die zu einer resoluten grünen Dame passen, werden weiterhin dankend angenommen.

Miss Moneypenny

(09.03.2012)

So, da ist sie:

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Miß Moneypenny

Keine Ahnung, wie sie das fertigbringt, aber bei ihr guckt dauernd irgendwo die Unterwäsche raus. Pünktlich zum Fototermin hatte sie auch noch eine Rückenfeder höchst un-aerodynamisch angeordnet… allerdings kenne ich mich auch bei der aktuellen Sittich-Frisurenmode nicht aus.

Damit sie mal mit den Schnäbeln fütterfreundlich zueinanderkommen, hatten wir Sherlocks Rugby-Ei mit Sellerie bestückt. Zwar noch kein durchschlagender Erfolg, aber zumindest hat sie den Sellerie entdeckt und getestet.

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Sherlock & Miß M.

Komischerweise hat sie (noch) relativ wenig Spieltrieb, vielleicht, weil es in der vollen Voliere immer irgendwas zu gucken gab. Sie hat mal bißchen an einem Ast genagt, aber dieser „das MUSS doch kaputt zu kriegen sein“-Trieb ist noch nicht erkennbar. Sogar zu der Knusperstange war sie höflich.

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Miß Moneypenny

Ein süßer kleiner Pömbel, oder?
Die Lichtverhältnisse waren nicht gut, bzw., die Herrschaften hopsten immer genau da rum, wo es ungünstig war.

Das war im Frühjahr und wieder hatten wir was dazugelernt: die heraushängende Unterwäsche war nicht, wie wir vermuteten, die Mauser von Baby- zu Erwachsenengefieder, sondern eine fiese Milbe, die sie sich beim Züchter eingefangen hatte und die sie -weibliche Rache- Sherlock als kleines Andenken dagelassen hatte, während sie inzwischen mit prächtig glänzendem Gefieder an ihrem neuen Wohnort sitzt. Aber dazu kommen wir noch.

Den Sommer über war Sherlock nicht gewillt, Miß M. in irgendweiner Weise zu würdigen. Sie versuchte, ihm alles Recht zu machen, dackelte andächtig hinter ihm her (er bekam irgendwann fast einen Verfolgungswahn – immer, wenn er sich umdrehte, war da ein kleiner, grüner Vogel), und er war einfach nur garstig zu ihr. Irgendwann machten wir uns Sorgen, was mit ihr werden soll, nicht, daß sie sich aus Frust oder als Reaktion auf sein komisches Verhalten irgendwas Schlechtes angewöhnt.
Ziegensittiche sind keine Schwarmvögel, und wir konnten schlecht einen kompletten Harem anlegen, deshalb fragte ich bei einem Züchter hier in Reichweite, ob man evtl. Miß M. gegen eine andere Dame eintauschen kann. Naja, bei Hühnern bzw. Hähnen geht sowas, hier bekam ich nach Fotobesichtigung nicht mal mehr eine Antwort. Zumindest wissen wir, wo wir in absehbarer Zeit keine Vögel holen…
Wie immer kommt alles anders als geplant, eines schönen Oktobermorgens bekomme ich eine Mail vom herzallerliebsten Schatz: „Guck mal, wo die drinsitzt, das können wir doch nicht so lassen.“
Eine Annonce in „Deine Tierwelt“ (GANZ gefährliche Website, vor allem, wenn irgendwo noch Platz im Stall ist), wo ein gelber Vogel einsam in einem zu kleinen Käfig hockte.
Sie war seit 3 Wochen verwitwet und sollte mit Käfig 30 € kosten.
Genau so einen Käfig wollten wir uns mal als Transportkäfig holen, die kosten normal 80 €. Und dann mit Vogel? Warum eigentlich nicht?
Ertmal anrufen.
Vögelchen war noch zu haben, der herzallerliebste Schatz telefonierte mit einer ausländisch klingenden Dame und die gab ihm eine Wegbeschreibung im Raum Frankfurt, und wir sollten bei Ankunft anrufen, weil man die Hausnummern nicht sieht.
Wir dachten, das wäre irgend so ein Wohnghetto, und zockelten los, mit dreckigem Auto und ich in wollte-eigentlich-Hühner-misten-Klamotten.
Naja, als der herzallerliebste Schatz in der Zielgeraden die ersten Überwachungskameras entdeckte, dämmerte uns, daß wir eher im Nobelghetto gelandet waren. Ein Wunder, daß uns niemand verscheuchte.
Die Leute waren dann sehr nett, sie hatten eingesehen, daß der Vogel bei ihnen zu kurz kommt und wollten ein schönes Plätzchen finden. Vorwerfen muß man ihnen allerdings, daß es im Internetzeitalter kein Problem gewesen wäre, sich über die optimale Haltung genauer zu informieren. Besonders dämlich war der „Fachhändler“, der den kleinen Käfig als geeignet deklariert hatte.
Tja, und so kamen wir zu dem Lillyvogel, und Lilly zu dem Beinahmen „Uptownsittich“.

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Lilly


Über Winter residierten sie zu dritt, und im Frühjahr konnten wir Miß M. zu netten Leuten in eine Außenvoliere vermitteln, weil sich herausgestellt hatte, daß sie keinen so engen Kontakt zum Menschen möchte, und wir hatten Bedenken, daß jemand mit Wohnungshaltung sie „handzahm“ machen will und nachher keiner der Beteiligten glücklich ist.
Miß M. geht es da sehr gut, nach aktuellen Meldungen hat sie sich verliebt und saust wieder als kleine, grüne Stalkerin hinter ihrem Angebeteten her.

14 Kommentare zu “Ziegensittich-Chronik

    • Hoppla, sorry, das war für neue Leser schlecht erkennbar, die Flatterchronik beginnt 2010. Ich hab das jetzt so geändert, daß es weniger mist-verständlich ist.
      Und gleich noch ein paar Kapitel ergänzt.

  1. Ich kann das mit Miss Marple immer noch nicht fassen;-( Das geht irgendwie manchmal so schnell und ohne das sich was anbahnt….
    Aber ich mag auch die neue Dame sehr gern;-)

  2. Hallo Spottdrossel,

    eine köstliche Geschichte! Wunderbar beobachtet und beschrieben. Ich glaube, ich steige von Blässhühnern auf Ziegensittiche um.

    Grüße von Martina

    • Die Ziegies sind eigentlich kleine, grüne Hühnchen 🙂 . Allerdings sollte man die Krawallfähigkeit der Kerlchen nicht unterschätzen, wenn Sherlock richtig aufdreht, ist das wie eine wildgewordene Trillerpfeife. Spätestens, wenn man Kopfschmerzen hat, sollte eine Fluchtmöglichkeit vorhanden sein, sonst blättert man früher oder später im Kochbuch, Abteilung „Wachtel im Speckmantel“ 😉 .

  3. irgendwie bin ich verwirrt: ist Miss Moneypenny nicht etwas gelber als auf dem Bild gezeigt?
    .. oder hat sie ein anderes Kleid „angezogen“? So ein Vogel ist schliesslich auch „nur“ ein Mansch 😀

  4. nein, ich denke, ich habe hier Lilly „im Auge“ gehabt
    bei so vielem Federvieh kommt man aber auch ganz durcheinander 😦
    Liebe Grüße und alles Gute für 2014
    Hajo

  5. Pingback: Sittichchronik ergänzt | Spottdrossel

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